Die 4-er soll schneller werden: Kosten 50.000 Euro

Die neue Endhaltestelle Am Wegfeld. (Foto: VAG/Claus Felix)
Beschleunigung der Straßenbahnlinie 4 Richtung Norden

NÜRNBERG (pm/nf) - Um die zur Endhaltstelle „Am Wegfeld“ fahrende Straßenbahnlinie 4 zu beschleunigen, schlägt die Stadtverwaltung vor, auf einem kurzen Abschnitt nördlich des Plärrers und südlich der Kreuzung Kontumazgarten einen separaten Gleisbereich für die Straßenbahn zu schaffen. Damit würde eine Lücke im ansonsten abgetrennten Gleisbereich geschlossen. Profitieren würden auch die Straßenbahnen nach St. Johannis und die Buslinie 36.

Straßenbahnen und Busse, die am Plärrer starten, könnten zukünftig weitgehend störungsfrei in Richtung Norden fahren. Ein entsprechender Vorschlag liegt dem Verkehrsausschuss des Nürnberger Stadtrats am Donnerstag, 26. Januar 2017, zum Beschluss vor. Planung und Umsetzung könnten im ersten Halbjahr 2017 erfolgen. Die Kosten werden auf circa 50.000 Euro veranschlagt.

Auf dem kurzen Abschnitt verkehren 24 Straßenbahnen und Busse pro Stunde in Fahrtrichtung Norden. Die wegen der Sanierung der Hallertorbrücke vorhandene einspurige Verkehrsführung wurde aus Sicht des städtischen Planungs- und Baureferats über ein halbes Jahr lang erfolgreich erprobt und soll auf dem circa 230 Meter langen Abschnitt beibehalten werden. „Die Erfahrungen aus der Baustellenzeit haben ergeben, dass diese Maßnahme eine erhebliche Beschleunigungswirkung für die Straßenbahn und den Bus hat. Gleichzeitig haben sich die Kfz- Verkehrsmengen spürbar reduziert und Überlastungen sind ausgeblieben, ohne dass es zu Problemen an anderen Stellen im Stadtgebiet gekommen ist“, so Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich.
Auf der weiteren Strecke der seit 11. Dezember 2016 zur neuen Endhaltestelle „Am Wegfeld“ fahrenden Straßenbahnlinie 4 sind neue Vorrangschaltungen an den Ampeln bereits umgesetzt beziehungsweise in Arbeit. Durch die zusätzliche Beschleunigungsmaßnahme mit dem abgetrennten Gleisbereich könnten dauerhaft ein Straßenbahnzug im Betriebsumlauf herausgenommen und dadurch jährlich circa
100.000 Euro Kosten eingespart werden.
„Die kleine, aber sehr wirksame Maßnahme verstetigt die nach Norden fließende Verkehrsmenge und entlastet so den engen Straßenabschnitt der Bucher Straße zwischen Tiergärtnertor und Friedrich-Ebert-Platz. Dort werden die Straßenbahnen von weniger Staus und die Anwohnerinnen und Anwohner von weniger Abgasen und Lärm profitieren“, betont Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich.

Zudem kann mit dem Vorhaben der Radweg rund um die Altstadt verbreitert und endlich ein gemeinsamer Rad-/Gehweg angelegt werden. „Damit schließen wir eine empfindliche Lücke im Fußgängernetz“, erklärt Daniel F. Ulrich. So könnten Fußgänger legal auf kurzem Weg von der Haltestelle Obere Turnstraße zum Westtor laufen. „Ein kleiner Umbau mit großem Nutzen für die Erreichbarkeit der westlichen Altstadt“. In Fahrtrichtung Süden sind keine Änderungen vorgesehen.
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