Diehl bleibt auf Erfolgskurs

Dr. Thomas Diehl präsentiert im Rahmen der Bilanzpressekonferenz den neuen mikrothermischen Gaszähler. Foto: oh

Dank innovativer Produkte hat der Familienbetrieb in der Metropolregion weiter die Nase vorn

NÜRNBERG - Die Diehl-Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 2,93 Milliarden Euro erzielen – das sind 7,5 Prozent mehr als in 2010. Wachstum gab es vor allem im Zivilgeschäft, während der Sektor „Defence“ erwartungsgemäß einen Umsatzrückgang zu verzeichnen hatte.

Der Teilkonzern Metall konnte seinen Umsatz um 128 Millionen Euro auf 978 Millionen Euro steigern, hier werden unter anderem Stangen, Rohre und Profile aus über 60 Legierungen gefertigt. Im Berichtsjahr hatte Diehl in diesem Segment auch den Zuschlag für ein Projekt aus dem Bereich der alternativen Antriebstechnologien in der Automobilindustrie erhalten.
Im Teilkonzern Controls, der beispielsweise Haushaltsgeräte mit modernster Regelelektronik ausstattet, musste im Vergleich zu 2010 ein Umsatzrückgang von rund 29 Millionen Euro verkraftet werden. Schuld daran sind Umsatzeinbrüche im Bereich Photovoltaik – gerade auch Unsicherheiten, ob und wie der Staat diese Zukunftstechnologie in den nächsten Jahren unterstützen wird, spielen dabei eine nicht unerhebliche Rolle.

Den deutlichsten Zuwachs konnte der Teilkonzern Diehl Aerosystems verzeichnen: Hier betrug der Umsatz 706 Euro (2011), dies sind 164 Millionen Euro mehr als in 2012. Dieser Erfolg fußt in erster Linie im Produktionsausweitung der Airbus-Serienprogramme mit Schwerpunkt A380, hohe Personal- und Entwicklungskosten schmälern in diesem Bereich allerdings die Gewinne spürbar. Mit der Entwicklung eines neuartigen mikrothermischen Gaszählers ist es dagegen dem Teilkonzern Diehl Metering gelungen, die Messtechnologien in den Bereichen Wasser, thermische Energie und Strom zu ergänzen. Der Umsatz ist von 225 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 249 Millionen Euro in 2011 gestiegen. Für das laufende Geschäftsjahr peilt der Diehl-Konzern die 3 Milliarden-Marke beim Umsatz an und wird auch in den nächsten Jahr weiter wachsen. Den Beschäftigten kommt es zugute: Deren Zahl wuchs im Jahr 2011 um über 400 auf fast 14.000.

Engagement für Nürnberg
Die Diehl-Gruppe macht sich auch als bedeutender Sponsor in der Metropolregion einen Namen. So hatte Werner Diehl die von seinem Vater Karl Diehl zugesagten 500.000 Euro für die Rekonstruktion des Pellerhofes 2011 um weitere 500.000 Euro aufgestockt. Die Karl-Diehl-Stiftung für Menschen in Not feiert dieser Tage ihr 25-jähriges Bestehen – in dieser Zeit konnte sie in über 9.000 Fällen Unterstützungsleistungen gewähren.
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