Drittes Ludwig Erhard Symposium ging erfolgreich zu Ende

Das Team des Ludwig Erhard Symposiums in Nürnberg. (Foto: Ludwig Erhard Symposium/Frank Boxler)
 
Ludwig Erhard Symposium mit Prof. Dr. Winfried Bausback, Bayerischer Staatsminister der Justiz (l.).
 
Günther H. Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft. (Foto: Ludwig Erhard Symposium/Frank Boxler)
Studentisch organisierte Wirtschaftskonferenz begeisterte knapp 1.400 Teilnehmer mit aktuellen wirtschaftspolitischen Themen

NÜRNBERG/ERLANGEN (pm/nf) - Ein Leitgedanke, zwei Tage, zehn Themenstränge, 45 Vortragsslots, 68 Partner und Förderer, mehr als 90 hochrangige Speaker und ein studentisches Organisationsteam: Das war das Ludwig Erhard Symposium 2016, das unter dem Leitgedanken „Unternehmen Zukunft“ erfolgreich zu Ende gegangen ist.


Die Wirtschaftskonferenz, die von Studierenden des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Fakultät Betriebswirtschaft der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm vornehmlich in Eigenregie geplant, organisiert und durchgeführt wird, lockte knapp 1.400 Teilnehmer in das NCC Ost der NürnbergMesse. Dabei kamen 55 Prozent der Teilnehmer aus dem studentischen Umfeld, mit 45 Prozent knapp die Hälfte aus dem Berufsleben, angefangen bei Start-up-Gründern bis hin zu Vertretern des mittleren und gehobenen Managements. Die heterogene Besucherstruktur sorgte auch in der dritten Auflage für einen durchweg regen Austausch der Führungskräfte von heute und morgen zu aktuellen wirtschaftspolitischen Herausforderungen.

Das Ludwig Erhard Symposium 2016 (LES16) glänzte mit sieben Keynotes und Keynote-Panels von und mit Christian Gansch (ehem. Dirigent und 4-facher Grammy Awards-Gewinner), Professor Clemens Fuest (Präsident des ifo Instituts), Janina Kugel (Mitglied des Vorstands, Siemens AG) und Ulrich Grillo (Präsident, Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.). In den Panels erörterte unter anderem die US-Generalkonsulin in München, Jenifer Gavito mit Ex-Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement die Zukunft Europas; Prof. Dr. Winfried Bausback, Staatsminister der Justiz, MdL, Freistaat Bayern diskutierte unter anderem mit dem ehemaligen Chefredakteur der auto motor und sport, dem Versicherungsexperten und Vorstandsmitglied der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe, Peter Meier, und Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., über das autonome Fahren.

Auch in den insgesamt zehn Themensträngen rund um Finance/Tax, Technology, Entrepreneurship, Open Innovation und Transformation am Donnerstag sowie Mobilität, Management, Digitalisierung und Human Resources am Freitag fanden angeregte und durchweg hoch besetzte Vorträge und Diskussionsrunden statt. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. stellte einen eigenen Themenstrang „Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft“ zum Thema Big Data.

Das Besondere: Schon am Donnerstag konnten die LES-Besucher ihre Fragen an den Rat einreichen, die dann am Freitag von Vertretern des Zukunftsrates beantwortet wurden. „Big Data ist kein kurzfristiger Hype, sondern einer der wesentlichen Wachstumstreiber der nächsten Jahre. Anwendungsbeispiele dafür sind selbstlernende Produktions- und Logistikprozesse, individuelle medizinische Lösungen oder das autonome Fahren. Daher suchen wir den Dialog über dieses wichtige Thema mit dem generationenübergreifenden Teilnehmerkreis des LES“, erklärte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Ein weiteres Highlight war sicherlich die Verleihung des Preises als „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ für das Projekt „3DPro – hochwertige Prothesen für die Dritte Welt“ im Rahmen des Themenstranges „Entrepreneurship“. Laudatorin Katrin Roth von Deutschland – Land der Ideen übergab den Preis auf der LES-Bühne an Dr. Christian Zagel vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbes. im Dienstleistungsbereich der FAU Erlangen-Nürnberg für die Entwickelung des Verfahrens, aus recyceltem Kunststoff individuell anpassbare Prothesen mittels 3D-Scan- und 3D-Drucktechnologie zu erstellen.

Das LES16 endete mit der Abschlussrede von Günther H. Oettinger, der als EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft über die politische Situation Europas und die Wichtigkeit eines einheitlichen Auftretens gegenüber den Rest der Welt sprach. „Europa muss erwachsen werden“, sagte Oettinger und betonte die große Verpflichtung unserer Staatengemeinschaft, Werte und Frieden sowohl zu erhalten als auch zu exportieren. Europa habe, so der Baden-Württemberger, die Aufgabe, sowohl die Friedensgemeinschaft, als auch die gemeinsame Währung, den Binnenmarkt, sowie die Freiheit und Freizügigkeit zu sichern. Europa brauche zudem eine übergreifende digitale Strategie und grenzübergreifende Infrastruktur, um nicht den Anschluss zu verlieren.

„Der intensive Austausch zwischen Studierenden und Berufstätigen aus allen Hierarchie-Ebenen macht den besonderen Charme des Ludwig Erhard Symposiums aus“, so Prof. Dr. Veronika Grimm, Prodekanin der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und Sprecherin des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der FAU. „Mit dem LES16 haben unsere Studierenden nun zum dritten Mal eine derartig große Wirtschaftskonferenz erfolgreich realisiert. Sie zeigen damit, wie man Wissenschaft und Praxis verbinden kann und ermöglichen ihren Kommilitonen und allen weiteren Besuchern einen inspirierenden Austausch. Als Teilnehmerin war ich in diesem Jahr beeindruckt von der Vielfalt der Themen – es war für jeden etwas dabei. Gratulation und ein Dankeschön an das gesamte Organisationsteam für diese tolle Leistung.“

Professor Dr. Uwe Mummert, Dekan der Fakultät Betriebswirtschaft der TH Nürnberg, abschließend: „Als neuer Mitveranstalter des Ludwig Erhard Symposiums sind wir sehr froh über die rundum gelungene Veranstaltung. Auch von unserer Seite großen Dank und Kompliment. Mit seinen innovativen Konzepten, seiner Anwendungsorientierung und den internationalen Inhalten spiegelt das Ludwig Erhard Symposium die Stärken unserer Fakultät und Hochschule perfekt wider. Unsere Studierenden – sei es als Mitglieder des studentischen Organisationsteams oder als Besucher - hatten eine tolle Gelegenheit, ihre Horizonte zu erweitern und vielfältige Kontakte zu knüpfen. Da bekanntlich ‚nach dem Spiel vor dem Spiel ist‘, freuen wir uns schon sehr auf die weitere Zusammenarbeit und das Ludwig Erhard Symposium 2017!“
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