Drohender Bauernhausabriss in Großreuth: Vorstadtverein fordert Strukturkonzept

NÜRNBERG (pm/nf) - Der Vorstadtverein Nürnberg-Nord (VNN) nimmt den drohenden Abriß eines historischen Bauernhauses in der Rollnerstraße zum Anlaß, seine Forderung nach einem Strukturonzept für Großreuth und Kleinreuth hinter der Veste zu bekräftigen.

,,Die beiden Ortsteile sind in Nähe des Rings sowie der Kilianstraße als Transversale und damit einer typischen 'Sandwich-Lage' zwischen dem Knoblauchsland und der Kernstadt. Aktuelle Entwicklungen wie umfassende Nachverdichtung, zum Beispiel an der Großreuther Straße und der Rollnerstraße, die in den kommenden Jahren anstehende Bebauung der heutigen Kfz-Zulassungsstelle oder Wünsche nach Nutzungsänderungen bislang vornehmlich landwirtschaftlich genutzter Grundstücke machen es auch Sicht des VNN dringend nötig, daß die Stadt konzeptionell planerisch eingreift und deutlich macht, was sie will und was nicht", so VNN-Vorsitzender Tobias Schmidt. ,,Der Schutz des dörflichen Charakters und die behutsame Weiterentwicklung der beiden Stadtteile, die zum Glück noch viel historische Substanz aufweisen, kann nur gelingen, wenn nicht auf jedes Bauvorhaben nur in Form einer Salamitaktik reagiert, sondern stadtplanerisch agiert wird. Schmidt wird die Forderung nach einem Strukturkonzept auch zum Thema der Bürgerversammlung für das betroffene Gebiet am 10. Dezember machen."

Weiter sieht der Vorstadtverein noch Nachholbedarf bei der Information von Eigentümern, wie Staat und Stadt bei Erhalt und Sanierung denkmalgeschützter oder denkmalwürdiger Bausubstanz die Betroffenen unterstützen können. ,,Ob steuerliche Anreize oder Unterstützung durch Stiftungsmittel - hier müssen die Stadt und sicher auch Architekten noch viel mehr Aufklärungsarbeit bei den Eigentümern leisten. Denkmal bedeutet auch nicht, daß das Gebäude nicht mehr nutzbar ist. Viele gelungene Beispiele beweisen, daß bei enger Zusammenarbeit von Behörde und Eigentümer kreative Lösungen möglich sind", so Schmidt.
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