Ein Wasserrad aus Bambus

Der technische Leiter des botanischen Gartens, Jakob Stiglmayr (l.), freut sich über die Ausstellung des Bambus-Künstlers Gao Fei. Foto: oh

Ausstellung im botanischen Garten vom 5. August bis 23. September

ERLANGEN - Der Bambus repräsentiert die asiatische Kultur wie kaum eine andere Pflanze. Das Gewächs wird in vielen Gedichten und Legenden beschrieben, außerdem wird es in der chinesischen Kalligraphie als Schriftvorlage verwendet.

Die Ausstellung „Ein Lied für den Bambus“, die in der Winterhalle des Botanischen Gartens (Loschgestraße 3) vom 5. August bis 23. September zu sehen ist, wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler Gao Fei entwickelt. Seine Kalligraphien beschreiben die Schönheit der Pflanze mit Schriftzeichen aus einer ganz persönlichen Sichtweise. Neben einer Auswahl von Bambusarten, die im Freiland gepflanzt werden können, bietet die Ausstellung eine Entdeckerreise zu vielen botanischen Besonderheiten des Bambus. So können Besucherinnen und Besucher beispielsweise erfahren, wie schnell der Riesenbambus faszinierende Höhen von bis zu vierzig Metern erreicht oder wie die Wurzeln des Bambus genau aussehen. Faszinierend ist auf jeden Fall auch, das 2,30 Meter hohe Rauschrad aus Bambus selber in Bewegung zu setzen – die dünnen Zwischenwände der Halme wurden durchstoßen und mit Reis befüllt. Dreht man das Rad, so entsteht ein langsam anschwellendes Rauschen, das an einen Wasserfall erinnert. In einer kleinen Bambuswerkstatt können Experimentierfreudige zudem die verschiedenen Materialeigenschaften des Bambusholzes selbst testen und mehr über seine vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten erfahren. Natürlich sollten sich echte Botanikfans auch einen Spaziergang zum Riesenbambus im Tropenhaus sowie in den Bambushain im östlichen Gartenteil nicht entgehen lassen.

Weitere Informationen gibt's im Internet:

www.botanischer-garten.uni-erlangen.de
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