Eine Jahrhundert-Chance für die Region

Auf dem Energie Campus an der Fürther Straße stellten (v.l.) Innenminister Joachim Herrmann, Universitätspräsident Prof. Dr. Joachim Hornegger, Kanzlerin Dr. Sybille Reichert und Finanzminister Dr. Markus Söder die Planungen der Universität für das ehemalige AEG-Gelände vor. (Foto: tom)
Neuer Technik-Campus der Friedrich-Alexander-Universität

Nürnberg (tom) – Erst vor kurzem war angekündigt worden, dass der Freistaat Bayern das komplette frühere AEG-Gelände an der Fürther Straße aufkaufen werde, um dort neuen Raum für die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) zu schaffen. In einem Gespräch zwischen Uni-Spitze und Vertretern der Staatsregierung wurden nun bereits erste Eckpunkte besprochen.


Nach einem – wie Finanzminister Dr. Markus Söder betonte – „exzellenten Gespräch“, an dem in den Räumen des Energie Campus auch zahlreiche mittelfränkische CSU-Abgeordnete teilgenommen hatten, verspürten alle Beteiligten eine echte Aufbruchstimmung. Markus Söder sieht in den aktuellen Planungen gar „eine Jahrhundert-Chance für die Region“. Hier auf AEG werde – in Anlehnung an den international renommierten Forschungsstandort der TU München – das „Garching des Nordens“ entstehen. Hier werde „eine Stufe der Rakete gezündet“, um zu München aufzuschließen. Dynamische Ankündigungen, die Prof. Dr. Joachim Hornegger, der erst vor wenigen Wochen frisch gewählte Universitätspräsident, nur zu gerne hört. „Für uns steht die strategische Entwicklung im Vordergrund, mit dem Ziel eine Spitzenforschungsuniversität mit nationaler und internationaler Strahlkraft zu werden“, betont Hornegger.

Dieser Entwicklung steht aktuell die räumliche Situation in Erlangen im Wege. Die technische Fakultät, die „auf AEG“ einen neuen Standort finden wird, ist derzeit noch an 30 Standorten zuhause. Das bedeutet für die Studierenden, dass sie immer wieder von einem Ort zum anderen pendeln müssen. Das wird sich bald ändern. Durch den neuen Campus „auf AEG“ konzentrieren sich die technischen Fakultäten auf nur noch zwei Orte, was einen besseren Lehrbetrieb aber auch eine konzentriertere Forschungsarbeit ermöglicht.
Durch die fünf- bis sechstausend Studierenden, die an der Fürther Straße ein neues Zuhause finden werden, droht – wie Innenminister Joachim Herrmann betont – Erlangen kein Aderlass. Ganz im Gegenteil. Die stetig steigenden Studentenzahlen hatten in den letzten Jahren zu extrem beengten Verhältnissen geführt. „Wir platzen aus allen Nähten“, konstatiert auch der Universitätspräsident. Durch den Umzug rund der Hälfte der Technischen Fakultät würden Räumlichkeiten frei werden, die eine völlige Neuordnung der Unibetriebs in Erlangen ermöglichen, von dem auch die anderen Fakultäten profitieren werden.

Nicht kleinräumig denken

„Wir dürfen nicht kleinräumig denken“ warnt Joachim Herrmann, der davon überzeug ist, dass von der Neuordnung die gesamte Region profitiert. „Der Wettbewerb findet nicht zwischen Erlangen, Nürnberg und Fürth statt, sondern national“, pflichtet ihm Markus Söder bei, der sich darauf freut, dass aus der Fürther Straße, die einstmals eine „Alt-Technologie-Meile“ war, jetzt eine „Zukunfts-Technologie-Meile“ wird.
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