Eine Sekunde unter der magischen Marke

Triumph für James Cunnama: Eine Sekunde hat ausgereicht, um die magische Acht-Stunden-Marke zu unterbieten. Foto: oh

James Cunnama und Rachel Joyce siegreich beim 11. Challenge Roth

ROTH - Einmal mehr ist die Acht-Stunden-Marke bei den Männern unterboten worden: Der Südafrikaner James Cunnama gewann in der Zeit von 7:59:59 den 11. Challenge Roth vor dem Deutschen Timo Bracht, der sich den Titel des Offiziellen Europameisters der ETU auf der Langdistanz sicherte. Dritter wurde der Schweizer Mike Aigroz, der damit Vize-Europameister ist. 

Cunnama hatte bereits bei der Pressekonferenz am Donnerstag erklärt, mit Roth noch eine Rechnung offen zu haben, nachdem er das Rennen im vergangenen Jahr aufgeben musste. Im Ziel erklärte er freudestrahlend: „Das ist ein Kultrennen, man hört davon, man träumt davon. Man liest die Namen der Großen, die gewinnen und heute stehe ich hier. Ich bin überglücklich!“

Dem Wolfsburger Konstantin Bachor gelang die Überraschung des Tages: Mit über zehn Minuten Vorsprung vor den Favoriten war er vom Rad gestiegen und blieb bis kurz nach der Hälfte des Marathons in Führung – im Ziel reichte es für ihn für den sechsten Rang. Bei den Frauen holte sich die überlegene Britin Rachel Joyce den Sieg in 8:45:04 vor der Deutschen Sonja Tajsich und der Vorjahres-Zweiten Julia Gajer. Damit darf sich die Britin auch Offizielle Europameisterin der ETU über die Langdistanz nennen, die Offizielle ETU Europameisterschaft bei den Frauen deckt sich mit den Top 3 des Challenge Roth. Joyce war bereits als zweite Frau aus dem Wasser gekommen und hatte kurz darauf die Führung übernommen, die sie bis ins Ziel souverän verteidigte.

Einen neuen Rekord konnte das „Best Old Race“ bei den Zuschauerzahlen verzeichnen. Bei heiterem Wetter und angenehmen Temperaturen um die 23 Grad – es blieb über den gesamten Rennverlauf trocken – verfolgten über 200.000 Zuschauer entlang der Strecke und im Triathlonpark in Roth das durchwegs spannende Rennen und sorgten ein weiteres Mal für die unvergleichliche Rother Triathlon-Atmosphäre. Besonders beim Schwimmstart, am Solarer Berg, an der Lände, am Marktplatz in Roth und beim Zieleinlauf der Sieger und Europameister tobte die Menge.
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