Energieberg in Betzenstein


BETZENSTEIN - Die Gemeinde hat einen Energieberg: Auf der ehemaligen Schuttdeponie hat die Stadt Betzenstein im Dezember 2011 eine 7000 Quadratmeter große und 500 Kilowatt starke Photovoltaikanlage in Betrieb genommen.

Aus dem Müllberg ist ein Solarberg geworden.    Foto: oh


Das technisch anspruchsvolle Projekt stand unter einem immensen Zeitdruck: Die riesige Anlage sollte unbedingt noch in diesem Jahr ans Netz gehen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: 2012 verringert sich erneut die Einspeisevergütung.
Dieses Projekt ist die größte Photovoltaikanlage in der fränkischen Schweiz. Mit dem hier erzeugten Strom kann ein Viertel des Strombedarfs in Betzenstein gedeckt werden.
Das Photovoltaikkraftwerk auf der ehemaligen Schuttdeponie ist ein Projekt von 32 Investoren aus dem Raum Betzenstein, Nürnberg und Schwabach, darunter auch die Stadt Betzenstein und die ausführende Firma iKratos. „Diese Kooperation ist ein hervorragendes Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften im Zeichen des Klimaschutzes“, so iKratos Geschäftsführer Willi Harhammer.
Bei dem Vorhaben mussten mehrere technische und organisatorische Herausforderungen gemeistert werden: Die 50 Tonnen schwere Trägerkonstruktion, auf der die Photovoltaik Module angebracht sind, darf auf keinen Fall die Deponieabdichtung, bestehend aus einer Lehmschicht, einem schützenden Vlies und rund 1 200 Tonnen Schotter, durchdringen. Natürlich haben die Standsicherheit der Anlage und der Schutz gegen Abrutschen höchste Priorität. Unterkonstruktion und Module wurden bei widrigsten Witterungsverhältnissen zeitgerecht montiert und in Betrieb genommen. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund einer Million Euro. Mit dem Bau der Photovoltaikanlage war die Firma iKratos Solar- und Energietechnik GmbH aus Weißenohe betraut.
Im Landkreis Bayreuth ist dies die erste Deponie die zur regenerativen Energieproduktion genutzt wird. „Es gibt nur wenig öffentliche Nutzungsmöglichkeiten für Altdeponien, doch als Solarkraftwerk wird die Schuttdeponie zukünftig eine wichtige Rolle im Betzensteiner Energiekonzept spielen“ erläutert Bürgermeister Claus Meyer.




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