Energieeinsparung ist Vermögensschutz

Mittelstands-Union der CSU Schwabach informierte über Förderprogramme

SCHWABACH (MU-CSU) - Mit dem Sonderfonds Energieeffizienz in kleineren und mittleren Unternehmen hat die Förderbank KfW vom Gesetzgeber ein hervorragendes Instrument erhalten Energiesparprogramme im Mittelstand zu fördern. Leider gibt es in der Region Mittelfranken bisher keinen KfW-Regionalberater, über den die Antragstellung laufen muss. Deshalb hat Jürgen Daamen von der KfW Förderbank im Rahmen einer Podiumsdiskussion bei der Mittelstands-Union der CSU Schwabach an die Geschäftsleute appelliert, die IHK Nürnberg für Mittelfranken oder die Handwerkskammer Nürnberg zu überzeugen, einen solchen Regionalberater zu stellen.



Fünf Experten auf dem Podium zum Thema Energieeinsparung in mittelständischen Betrieben (v.l.) Jürgen Daamen, Dr. Harald Baedeker, Eckhard Göll, Matthias Nester und Lina Rühl. Foto: Schlampp


Die Kreisvorsitzende der Mittelstands- Union, Hildegard Henzler, hatte zum Thema "Förderung von Energiesparprogrammen im Mittelstand - Ein Beitrag zum Umweltschutz" ins Casa Fontana eingeladen. Bei der gut besuchten Veranstaltung unter Moderation von Eckhard Göll, Direktor bei der Bayerischen Landesbank, saßen Jürgen Daamen, Lina Rühl (Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Roth-Schwabach), Matthias Nester (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mittelfranken-Süd) und der Energiebeauftragte der Stadt Schwabach, Dr. Harald Baedeker als kompetente Fachleute auf dem Podium.

Detailliert erklärte Jürgen Daamen dabei die Fördermöglichkeiten im Rahmen des Sonderfonds Energieeffizienzprogramm in KMU. Die gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und der KfW möchte Energieeffizienzpotenziale in kleineren und mittleren Unternehmen erkennen und fördern helfen. Die Angebote sind wirklich verlockend. So werden beispielsweise die Kosten für eine Initialberatung durch einen Energieberater bis zu einer Zweitagespauschale von 1.600 Euro zu 80 Prozent von der KfW übernommen. Außerdem werden Kredite mit langen Laufzeiten und extrem niedrigen Zinsen bewilligt und ausgezahlt, insofern die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind. Lina Rühl und Matthias Nester betonten die entscheidende Rolle der Kreditinstitute. "Grünes Licht" für die Finanzierung einer Energieeinsparmaßnahme gebe zwar die KfW nach Prüfung durch einen Energieberater, die Abwicklung des Kredites laufe jedoch über eine andere Bank, in der Regel über die Hausbank des Gewerbetreibenden. Hier werde auch die Bonität des Kunden ermittelt und der individuelle Zinssatz festgelegt. Darüber hinaus verstehen sich die Kreditinstitute vor Ort auch als Berater, wenn es generell um Fördermöglichkeiten für Energieeinsparungsmaßnahmen gehe. Hier gebe es neben den Möglichkeiten durch die KfW auch Alternativen, wie etwa die LfA-Förderprogramme in Bayern. Wichtig sei, so Matthias Nester, dass der Eigentümer einer Gewerbeimmobilie Investitionen in die Energieeffizienz auch unter dem Gesichtspunkt Werterhalt betrachte. Energieeinsparung sei heute Vermögensschutz, weil schlecht gedämmte oder mit alten Heizungen ausgestattete Immobilien beim Verkauf mit deutlichen Preiseinbußen rechnen müssten. Ins Schwärmen geriet Dr. Harald Baedeker, als er in seinem Vortrag die Möglichkeiten modernen Energiemanagements vorstellte. Seit rund 20 Jahren sei es etwa möglich, Immobilien ohne Heizsysteme zu bauen. In vielen Betrieben werde Energie durch nicht ausgelastete Elektrogeräte oder unzureichende Dämmung verschwendet. Hier sei die Energieberatung in Schwabach erste Anlaufstelle für mehr Infos. Mit der Überreichung von "Schwabacher Pflastersteinen" bedankte sich Hildegard Henzler bei den Podiumsteilnehmern für den interessanten und fundierten Wissensaustausch.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.