Engelsgruß aus nächster Nähe

Claudia Voigt-Grabenstein, 1. Pfarrerin von St. Lorenz, mit Bernhard von Tucher von der Tucher´schen Kulturstiftung vor dem berühmten ,,Engelsgruߓ. Fotos: Verena Dreier

Eines der bekanntesten Kunstwerke ist für kurze Zeit zu besichtigen

NÜRNBERG - Am vergangenen Montag war es wieder so weit:  eines der bekanntesten Kunstwerke Nürnbergs, der Engelsgruß in St. Lorenz,  wurde herabgelassen und steht den Besucherinnen und Besuchern bis 12. Juni ganz nah zur Besichtigung zur Verfügung.


Alle sechs- bis sieben Jahre wird der Engelsgruß aus der luftigen Höhe des  Lorenzer Hallenchors herunter gelassen, um gereinigt zu werden. 1517 gab der Oberste Losunger Anton II Tucher bei dem damals 70-jährigen Bildhauer Veit Stoß den Engelsgruß in Auftrag und stiftete ihn der Lorenzkirche. Dieses Meisterwerk begeistert bis heute Gläubige und Besucher.
Als Sinnbild des katholischen Rosenkranzgebetes erschaffen, erlebte der Engelsgruß nach dem Ratsbeschluss von 1525 zur Reformation eine wechselvolle Geschichte und war jahrhundertelang nicht zu sehen oder andernorts untergebracht. Heute ist man sich seiner Bedeutung unabhängig von Glaubensrichtungen und politischen Wechselfällen bewusst und bewahrt ihn sorgsam. Auch die Familie von Tucher vertreten durch die Tucher’sche Kulturstiftung zeigt großes Interesse und unterstützt die Arbeiten an ihrer einstigen Stiftung.
Vom 3. bis 12. Juni gibt die Kirchengemeinde St. Lorenz die seltene Gelegenheit, den Engelsgruß ganz nah zu sehen. Wer mehr wissen möchte, kann sich einer der Führungen anschließen, die täglich um 11.00, 14.00 und 15.00 Uhr stattfinden. Außerdem bietet die Kirche täglich um 12.15 ein Mittagsgebet am Engelgruß und um 17.00 eine Kurzandacht an.






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