Ergebnisse der Verkehrszählung 2013

Der Radverkehr liegt im innerstädtischen Bereich bei 15 Prozent. (Foto: Fotolia)

NÜRNBERG (pm/nf) - Eine konstante Kfz-Verkehrsmenge im Stadtgebiet und ein rückläufiger Schwerlastverkehr im Hafengebiet – das sind einige der Ergebnisse der Verkehrszählung 2013. Am 23. und 24. Juli 2013 fand die jährliche manuelle Verkehrszählung des Verkehrsplanungsamts statt. Dabei ermittelt die Stadt die Verkehrsmenge an den Einfallstraßen der Stadtgrenze und an allen für den Kraftfahrzeugverkehr freigegebenen Pegnitzbrücken.

An den Einfallstraßen hat der Autoverkehr nach dem deutlichen Rückgang im Vorjahr wieder um 11 434 Stück je 16 Stunden leicht auf insgesamt 571 246 Kraftfahrzeuge zugenommen. Damit liegt die Anzahl der Kraftfahrzeuge an der Stadtgrenze auf dem Niveau von 2010. Auf den Pegnitzbrücken wurden mit einem Plus von 5 262 Kraftfahrzeugen je 16 Stunden insgesamt 209 048 Stück registriert. Allerdings liegt diese Verkehrsmenge noch unter den Werten vor 2010. Insgesamt kann von einer seit mindestens fünfzehn Jahren konstanten Kfz-Verkehrsmenge gesprochen werden.
Der Radverkehr hat auf den Pegnitzbrücken trotz teilweise regnerischer Witterung um 925 Räder je 16 Stunden auf 22 149 Räder zugenommen, an der Stadtgrenze ist er um 1 825 Räder je 16 Stunden auf 8 517 gesunken. Bei längeren Strecken, wofür die Wege über die Stadtgrenze tendenziell stehen, spielen die Wetterverhältnisse eine größere Rolle bei der Verkehrsmittelwahl. Rechnet man bei den Pegnitzbrücken auch den Radverkehr auf den Brücken ohne Kfz-Verkehr dazu, dann liegt der Radverkehrsanteil im innerstädtischen Verkehr bei etwa 15 Prozent am Fahrzeugverkehr.

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Zählung lag nach fünf Jahren wieder auf der Erhebung des Verkehrs rund um das Hafengebiet, einschließlich wichtiger Kreuzungen im näheren Umfeld. Damit sind konkrete Aussagen über die Entwicklung des hafenbedingten Verkehrs seit der letzten umfassenden Zählung im Jahr 2008 möglich. Die Zahl der dort ein- und ausfahrenden Kraftfahrzeuge ist gegenüber 2008 um 1 698 Kraftfahrzeuge je 16 Stunden auf insgesamt 26 000 Stück zurückgegangen. Die Abnahme betrifft gleichermaßen den Pkw- und den Schwerverkehr. Dieser Rückgang ist in erster Linie auf den Ausbau der Bahnanlagen im Hafengebiet und auf die damit zusammenhängende überdurchschnittliche Zunahme des Güterumschlags mit der Bahn zurückzuführen.
„Diese Entwicklung ist ein erfreuliches und ermutigendes Beispiel dafür, dass Maßnahmen zur Förderung umwelt- und stadtgerechter Verkehrsarten wirken und zur Reduzierung des Kfz-Verkehrs führen. Wir sollten dieses Beispiel als Ansporn verstehen“, bewertet Bau- und Planungsreferent Wolfgang Baumann die Verkehrsentwicklung im Hafen. Die detaillierte Erfassung der Abbiegebeziehungen an Knotenpunkten im Hafenumfeld zeigt, dass aufgrund der sehr guten Anbindung des Hafengebiets an das übergeordnete Straßennetz nach wie vor der Großteil des hafenbedingten Verkehrs über die Anschlussstellen des Frankenschnellwegs und der Südwesttangente (Eibach, Hafen Ost und Königshof) an- und abfährt.
An beiden Julitagen waren an fast 100 über das gesamte Stadtgebiet verteilten Zählstellen rund 230 Schülerinnen und Schüler im Einsatz, um in vier Intervallen mit jeweils vier Stunden die Verkehrsmenge nach Fahrzeugarten getrennt zu erfassen.
Der Baureferent dankt insbesondere den Schülerinnen und Schülern, die mit viel Engagement und Zuverlässigkeit zu einem reibungslosen Ablauf der Zählung beigetragen haben. Der Bericht über die Ergebnisse der Verkehrszählung wird als Heft in der Schriftenreihe „Neues aus dem Baumeisterhaus“ veröffentlicht und ist dann auch kostenlos im Verkehrsplanungsamt, Lorenzer Straße 30, Zimmer 211, erhältlich.
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