Festakt in Fürth: Marion Frisch verlässt die „statistische Familie“

Viel Lob für ihren "herausragenden Einsatz" und einen große Blumenstrauß gab es zum Abschied aus Fürth für die "Herrin der Zahlen" Marion Frisch von Innenminister Joachim Herrmann. (Foto: Udo Dreier/bayernpress)

FÜRTH - (web) Thomas Gößl ist neuer Präsident des Bayerischen Landesamts für Statistik, das seit Oktober 2016 offiziell in Fürth angesiedelt ist.

Im Rahmen eines Festaktes verabschiedete Bayerns Innenminster Joachim Herrmann die bisherige Präsidentin Marion Frisch, die den Stab an ihren Nachfolger übergab, während sie in die Oberste Baubehörde im Innenministerium wechselt.
Als Frisch im Januar 2014 die Amtsführung antrat, war sie die erste Präsidentin in der mehr als 200-jährigen Geschichte des bayerischen Statistikamtes. Von Beginn an musste sie sich vielen Herausforderungen stellen, die schwierigste war wohl die Verlagerung des Amtes von München nach Fürth in die ehemalige Quelle-Hauptverwaltung in der Nürnberger Straße.
„Es war nicht immer leicht, ich musste oft schwierige Entscheidungen treffen“, blickte Frisch zurück. Die bislang größte Behördenverlagerung in Bayern brachte einen Personalabbau in München mit sich. Nicht alle waren umzugsbereit, es mussten sozialverträgliche Lösungen gefunden werden, aber auch die Leistungsfähigkeit des Amtes aufrecht erhalten werden.
Doch die in Roth geborene Beamtin zeigte in dieser Phase neben ihrer hohen Fachkompetenz auch ihr organisatorisches Talent, bewies „Fingerspitzengefühl“ und „diplomatisches Geschick bei der Umsiedlung“, lobte Innenminister Joachim Herrmann die 54-Jährige. Der Minister bedankte sich ebenso bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: „Das war großartig, wie das gestemmt wurde.“
Mit Nachfolger Thomas Gößl habe man den „richtigen Strategen gefunden, der die Erfolgsgeschichte der Behörde fortschreiben wird“, ist sich Herrmann sicher. Der 57-jährige Jurist war zuletzt im Innenministerium als Referatsleiter bereits für Statistik und somit auch für das Landesamt zuständig.
Auch unter seiner Ägide ist zunächst nochmal „Improvisation und Zusammenrücken“ angesagt, ließ er in seiner Antrittsrede wissen. Große Herausforderungen stehen noch bevor wie etwa die weitere Verlagerung einiger Aufgabengebiete von München nach Fürth sowie die Fertigstellung weiterer, noch im Bau befindlichen Dienststellengebäude bis 2019. Dann wird wohl auch die Beschäftigtenzahl von derzeit rund 290 auf etwa 500 angestiegen sein.
Zudem laufen auch bald die Vorbereitungen für die nächste große Volkszählung, den Zensus 2021 an. Gemeinsam mit allen Mitarbeitern wolle er diese Aufgaben „anpacken und lösen“, so Gößl
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