Finanzminister Markus Söder macht in Nürnberg mächtig die Welle

Finanz- und Heimatminister Markus Söder (Mitte) mit "Dauerwelle"-Vorstand Roland Amon (links) und Surfer Fiede Bausewein (rechts). Foto: © P. Maskow

NÜRNBERG - (mask) Das wird 'ne richtig lässige Nummer! Nürnberg bekommt eine neue, supercoole Attraktion. Und dafür macht Finanz- und Heimatminister Markus Söder (CSU) jetzt persönlich die Welle!

Hintergrund: Seit sechs Jahren kämpft der Surfer-Verein "Nürnberger Dauerwelle e.V." (rund 80 Mitglieder) um eine "stehende Welle" im Stadtgebiet nach Vorbild des berühmten Münchner Eisbachs. In der Landeshauptstadt steigen seit Jahrzehnten Jungs und Mädels in Neoprenanzügen ins Wasser, zeigen ihr Können auf dem Surfboard vor Szene und begeisterten Touristen. Jetzt ist nach zwei Fehlschlägen endlich der richtige Standort für Nürnberg gefunden – am Fuchsloch in Muggenhof. "Dauerwelle"-Vorstand Roland Amon jubelt: "Die Genehmigung durch das Umweltamt steht unmittelbar bevor."

700 000 Euro wird der Spaß kosten

Im linken Ufer der Pegnitz wird ein rund 61 Meter langer und etwa 22 Meter breiter Kanal entstehen, den ein Schlauchwehr mit Wasser aus dem Fluss speist. Ein hydraulischer Wehrtisch erzeugt im Kanal die Welle. "Sie wird acht Meter breit und 1,40 Meter hoch sein", erklärt Ingenieur Michael Müller. "Zwei Surfer können gleichzeitig ins Wasser." Die Baukosten werden auf 700 000 Euro geschätzt. 250 000 Euro übernimmt der Freistaat im Rahmen einer Sonderförderung, der Rest soll durch Sponsoren und Crowdfunding beschafft werden. Finanzminister Söder unterstützt das Projekt. Er sagt: "Wenn das richtig bewirtschaftet wird, ist das eine Riesen-Attraktion! Ich sehe das in München, da sitzen die jungen Leute mit ihren Brettern in der Straßenbahn. Jetzt wollen sie dort sogar eine zweite Welle, das finde ich nicht fair, wir Franken können auch die Welle machen. Jetzt gilt: Nürnberg first!"
Söder ist von der Anziehungskraft der Fuchslochwelle überzeugt: "Die Brücke hier über die Pegnitz wird zur Promenade, da werden dann Filme gedreht. Das wird für Nürnberg der Hit!" Er verrät: "Es gibt Anfragen mehrerer bayerischer Städte. Das wird ein geiles Projekt! Ich richte in dem Zusammenhang auch einen Appell an die Stadt. Sport ist mehr als Autorennen, Eishockey und Fußball." Söder scherzt: "Wenn OB Maly die gleiche Summe zahlt, gehe ich sogar mit ihm gemeinsam aufs Foto."

"Röslein"-Wirt begeistert

Umweltschutz-Bedenken gegen das Projekt gibt es nicht, auch eine Aufstiegshilfe für die Fische im Fluss ist vorgesehen. "Es entspricht alles den neuesten Auflagen und Vorgaben", so Markus Söder. Einer der sich seit Jahren für die Pegnitzwelle einsetzt, ist der begeisterte Surfer und Kite-Sportler Thomas Förster, Promiwirt vom "Bratwurst Röslein" am Hauptmarkt. Er sagt: "Die Welle macht Nürnberg hip! Das wird auch für ältere Wassersportler ein fester Anlaufpunkt." Sein Surfkumpel Fiede Bausewein ist sicher: "Das bringt über Gastronomie und Hotels auch wieder Geld in die Stadt."
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