Fit für den Arbeitsmarkt mit 50


FÜRTH - Das Projekt "50Plus" des Landkreises Fürth erzielt beachtliche Erfolge, wie Landrat Matthias Dießl und der Geschäftsführer des Jobcenters Fürth Land, Peter Feller, im Rahmen eines Pressetermins erläuterten.

Seit Januar 2008 beteiligt sich der Landkreis am „Beschäftigungspakt Westmittelfranken“, seit Januar 2011 läuft die letzte, fünf Jahre umfassende Programmphase. "Unser Projekt ‘50plus’ durfte in der zweiten Programmphase bundesweit eines der erfolgreichsten Teilprojekte überhaupt gewesen sein", freuen sich Dießl und Feller.



Die Vermittlungsquote des Jobcenters Fürth Land weist seit Beginn einen hohen Wert aus und konnte im vergangenen Jahr fast 80 Prozent der betreuten älteren Langzeitarbeitslosen (126 von 152 Teilnehmer) sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt werden. Es gibt also auch für ältere Arbeitslose "gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt", macht Matthias Dießl der "Problemgruppe" Mut. Durch den demographischen werde die Beschäftigung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer "einen neuen Stellenwert gewinnen", Unternehmen können gar nicht mehr „auf diesen Teil der Beschäftigten verzichten“, so der Landrat. Allerdings ist die Vermittlung in der Metropolregion auch etwas leichter als in strukturschwachen, abgelegenen Gebieten.

Die guten Vermittlungsergebnisse erstrecken sich im übrgen auf alle Teilnehmergruppen - ob Frau oder Mann, gut oder wenig gut ausgebildet, ob deutsche oder andere Staatsangehörigkeit. "Die Quoten sind überall gleich gut", erläuterte Peter Feller.

Der größte Teil der Vermittelten arbeitet im Dienstleistungsbereich, der zweitgrößte Aufnahmebereich ist die nicht unumstrittene Zeitarbeit, ohne die aber heute eine erfolgreiche Vermittlungsarbeit nicht mehr möglich wäre, so Feller.
Potenzial nach oben gibt es aber weiterhin. Bislang zeigen sich vor allem die Großunternehmen zurückhaltend bei der Einstellung der über 50-Jährige. Günter Meth, Leiter der Agentur für Arbeit Fürth, und Peter Feller hoffen gemeinsam mit dem Landrat, dass sich dies in den nächsten Jahren ändert.


BU: Ältere Arbeitnehmer sind bald wieder gefragt. Foto: ddp
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