Fitzgerald Kusz: Vollmond über Nämberch

Fitzgerald Kusz. (Foto: oh/ars vivendi/Karoline Glasow)
Gedichteband zum 70. Geburtstag

NÜRNBERG - (pm/nf) Er ist ein Meister des augenzwinkernden Witzes, eine fränkische Institution und überdies Preisträger des Frankenwürfels: Am 17. November wird Fitzgerald Kusz 70 Jahre alt.


Zur Feier des Tages erscheint bei ars vivendi die zweite Auflage seines Lyrikbandes Der Vollmond über Nämberch, der die besten Gedichte aus 40 Jahren präsentiert. Schon die ersten literarischen Gehversuche von Rüdiger Kusz, wie der Dichter mit bürgerlichem Namen heißt, waren von Erfolg gekrönt. So stahl er während einer Lesung im Erlanger Redoutensaal im Jahr 1967 dem damals schon prominenten Peter Handke mit einem musikalischen Gedichtvortrag die Show. Von diesem denkwürdigen Tag ist ihm vor allem auch sein Künstlername geblieben. Denn Kusz’ Freunde nannten ihn damals kurzentschlossen um – Fitzgerald schien ihnen der passendere Vorname für ein aufstrebendes literarisches Talent zu sein, zumal Kusz dem damaligen U.S.- Präsidenten John F. Kennedy verblüffend ähnlich sah.
Und der fränkische Autor machte sich tatsächlich innerhalb kürzester Zeit einen Namen. Mit seinem wohl bekanntesten Theaterstück Schweig, Bub! (1975) rechnete er nicht nur lustvoll mit dem Kleinbürgertum ab, sondern schrieb sich in die Herzen des Publikums.

Mit einem Vorwort von Steffen Radlmaier, 204 Seiten, ISBN 978-3-89716-985-2, 14,90 Euro.

Steckbrief:
Fitzgerald Kusz, am 17. November 1944 in Nürnberg geboren und aufgewachsen im mittelfränkischen Forth, ist der Pionier der fränkischen Mundartdichtung. Sein 1976 uraufgeführtes Theaterstück Schweig, Bub!, das in 30 Jahren über siebenhundertmal allein in Nürnberg gespielt wurde, machte ihn im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt. Nicht nur als Dramatiker, auch als Verfasser von Drehbüchern von Film und TV, vor allem aber als Lyriker erwies sich Kusz immer wieder als Meister pointierter Szenen und knapper Poesie. Zu den vielen Auszeichnungen Kusz’ gehören unter anderem der Wolfram-von Eschenbach-
Preis (1983), das Bundesverdienstkreuz (1992), der August-Graf-von-Platen-Literaturpreis (2011) und der Frankenwürfel (2013).
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.