Flüchtlingszelte werden geräumt

NÜRNBERG/FÜRTH (pm/nf) - Die provisorischen Erstaufnahmeeinrichtungen der Regierung von Mittelfranken für Flüchtlinge in Zelten werden nicht mehr länger als Unterkünfte dienen. Die Zelte an der Deutschherrnstraße werden bereits heute komplett geräumt, die Zelte an der Frankenstraße voraussichtlich in den nächsten Tagen. Dies hat Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly mitgeteilt. Mit dazu beigetragen hat auch die gestrige Evakuierungsaktion an der Deutschherrnstraße.

Gegen 20.30 Uhr hatte der heftige Sturm am Dienstagabend, 21. Oktober 2014, zwei Zelte auf dem städtischen Sportplatz an der Deutschherrnstraße teilweise zerstört. Menschen kamen nicht zu Schaden. Zur Sicherheit wurden jedoch nahezu alle der sich dort aufhaltenden Flüchtlinge in andere Unterkünfte evakuiert.
In dem von der Feuerwehr organisierten Einsatz waren rund 100 Helfer, unter anderem auch von Polizei, Rettungsdiensten und Verkehrs AG (VAG), beteiligt. „Alle Hilfskräfte haben gut zusammengearbeitet. In kürzester Zeit wurden alternative Unterbringungsmöglichkeiten gefunden“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, der selbst bei dem Einsatz vor Ort war. Die Evakuierung verlief ruhig und ohne besondere Vorkommnisse.

Die VAG übernahm den Transport der Flüchtlinge. Etwa 80 Syrer wurden bis Mitternacht in die Einrichtung an der Frankenstraße verlegt, rund 90 Flüchtlinge aus Osteuropa kamen in die Notunterkunft, die bereits im Gebäude des ehemaligen Möbel Höffner in Fürth besteht. Eine Gruppe von über 30 Personen aus Afrika konnte die Nacht in einem dritten unbeschädigten Zelt an der Deutschherrnstraße verbringen. Auch dieser Personenkreis soll im Lauf des heutigen Tags eine andere Bleibe mit einem festen Dach über dem Kopf finden.

Oberbürgermeister Dr. Maly: „Ich habe schon vor Wochen gesagt, dass die Zeltunterbringungen schnell beendet werden müssen. Ich bin froh, dass die Regierung von Mittelfranken dies jetzt konsequent umsetzt. Auch die Stadt Nürnberg wird im Blick auf die weiter zu erwartende Zahl von Flüchtlingen in den kommenden Monaten nach Kräften nach geeigneten Unterkunftsmöglichkeiten suchen.“
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