Förderung für St. Sebald

Imposante Fassade von St. Sebald. Fotos (2): Stadt Nürnberg/Kowatsch

Arbeiten in der Stadtkirche gehen voran – 100.000 Euro übergeben

NÜRNBERG - Für die Instandsetzung der Raumschale der Stadtkirche St. Sebald überbrachte Dr. Andrea Kluxen vom Ortskuratorium Erlangen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), im Beisein von Beatrix Numberger von Lotto Bayern einen Fördervertrag in Höhe von 100.000 Euro an Pfarrer Gerhard Schorr.

Die mittelalterliche St. Sebaldkirche in Nürnberg, die im Zweiten Weltkrieg zerstört und bis 1978 behutsam wieder aufgebaut wurde, ist eine doppelchörig angelegte Pfeilerbasilika nach dem Vorbild des Bamberger Doms. An die mächtige Doppelturmfassade im Westen schließt sich das dreischiffige Langhaus mit dem romanischen Mittelschiff an. Im Osten folgt ein spätgotischer Hallenumgangschor. Im Inneren ist eine überaus reiche Ausstattung aus vorreformatorischer Zeit erhalten. Die wertvollen originalen Chorfenster aus der Zeit von 1380 bis 1500 und das Grabmal des Stadtpatrons St. Sebald gelten neben den wertvollen Schnitzarbeiten von Veit Stoß als die wichtigsten Stücke. 
Ausgeprägte vertikale Risse an den Obergadenwänden in den Fensterachsen setzen sich über die Scheidbögen der Pfeilerreihen und die Triforien bis zu den Scheiteln der Obergadenfenster fort. Beim Wiederaufbau des Dachwerks wurde das statische Gefüge verletzt. Zwar blieben im Zweiten Weltkrieg die Gewölbe und Rippen erhalten, doch Feuchte und Salzbildung schädigten das Gebäude, zumal man die Gewölbeschäden mit Hochlochziegeln bzw. wiederverwendetem Material aus Bauschutt repariert hat. 
St. Sebald gehört zu den herausragenden Kirchenbauten der Stadt und den über 220 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.



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