Gibt es bald Schnellwege für Radfahrer in der Metropolregion Nürnberg ?

NÜRNBERG - (vs) - Gibt es in der Region Nürnberg ausreichend Pendlerströme, so dass sich der Bau ausgewiesener Radschnellwege lohnen würde? Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann sieht einen Bedarf. Deshalb wird der Freistaat eine bereits in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie mit maximal 85.000 Euro unterstützen.

Der erste Schritt ist geschafft: Die Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen, Herzogenauch und Schwabach zusammen mit den Landkreisen Fürth, Erlangen-Höchstadt, Nünberger Land und Roth haben ein gemeinsames Pilotprojekt erstellt, das am vergangenen Freitag von Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly und dessen Planungs- und Baureferenten Daniel F. Ulrich im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt worden ist. Ingesamt 20 mögliche Trassen werden im Rahmen der Machbarkeitsstudie untersucht. Wenn alles glatt läuft, könnte in rund zwei Jahren für die ersten der Spatenstich anstehen. Radschnellwege sollten folgende Kriterien erfüllen: möglichst kreuzungsfreie Trassen mit einer Breite von rund vier Metern, ausgelegt für Geschwindigkeiten für Radfahrer und E-Bikes ab 20 Kilometer und möglichst große Distanzen bis 25 Kilometer sowie guter Anbindung an die Innenstädte. Der Fürther Landrat Matthias Dießl berichtete über gute Erfahrungen bei der Anlage des grenzüberschreitenden Radweges, der auf rund 15 Kilometern von Großhabersdorf bis fast an die Stadtgrenze Nürnbergs heranreiche.
Wichtig: Erst nachdem die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie, deren Gesamtkosten rund 170.000 Euro betragen werden, ausgewertet worden sind, kann man über konkrete Routen nachdenken. Worüber man sich noch keine Gedanken machen will: mögliche Prozesse mit Grundstückseigentümern, die nicht verkaufen wollen oder einer Protestbewegung, die mit Hilfe von Bürgerbegehren alle Planungen verzögern könnte.
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