Gluck erstmals in Indien gespielt

Deutsch-Indisches Musikprojekt zur Förderung des kulturellen Austauschs

NÜRNBERG - Mit einer Premiere nahmen Nürnberger Musikerinnen und Musiker am 1. India-German-Confluence Festival 2008 in Panjim im indischen Bundesstaat Goa teil: Zum ersten Mal wurde Musik von Christoph Willibald Gluck in Indien gespielt.



Konzertmeister Hartmut Krause und die Solistin Sanya Myla Cotta mit Ulf Klausenitzer. Foto: oh


Die an der Nürnberger Musikhochschule studierende indische Violinistin Sanya Myla Cotta war der umjubelter Star der Konzerte, die vom indischen Fernsehenlandesweit live übertragen wurden. Das Festival ist ein Beitrag zum kulturellen Dialog mit Indien. Es wurde unter anderem vom Amt für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg und der IHKKulturstiftung unterstützt und soll zukünftig im Turnus von zwei Jahren stattfinden. Initiator ist unter anderem der Nürnberger Musikprofessor Ulf Klausenitzer, der bereits Mitbegründer der "All Indian Violine Competition" im Jahr 2005 war. Den ersten Preis gewann damals die aus Goa stammende Sanya Myla Cotta. "Das Festival und der Wettbewerb sollen den kulturellen Austausch fördern. Sie haben auch die Absicht, indische Studenten nach Nürnberg zur holen", erläutert Klausenitzer das Projekt.

Ulf Klausenitzer von der Nürnberger Musikhochschule wirkte auch als Dirigent des erstmals formierten Goa State Symphony Orchestra und wurde von Konzertmeister Hartmut Krause, Klarinettist Matthias Höfer und Oboistin Yuko Schmitt unterstützt. Das Orchester bot auch die Ouvertürezur Oper Alceste von Christoph Willibald Gluck dar eine Premiere für Indien. Zum Abschluss des deutsch-indischen Festivals wurde vom Parlamentspräsidenten Pratapsingh Rane und Ulf Klausenitzer eine Deklaration für eine Kooperation der einzigen staatlichen Musikhochschule Indiens, der Kala-Akademie in Goa, und der Musikhochschule Nürnberg unterzeichnet.
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