Grenzenloser Einsatz: Weltzolltag am 26. Januar 2015

Steine im Postpaket. (Foto: oh/Zoll)
 
90.000 Zigaretten versteckt in einem Transporter. (Foto: oh/Zoll)
REGION/NÜRNBERG - Am 26. Januar 2015 ist Weltzolltag. An diesem Datum steht die Arbeit der Zöllnerinnen und Zöllner im Mittelpunkt. Neben der Erhebung von Steuern gewährleisten sie einen reibungslosen internationalen Warenverkehr, sorgen für fairen Wettbewerb am Arbeitsmarkt, schützen Bürgerinnen und Bürger vor illegalen Waren und Kriminalität und setzen sich für den Schutz unserer Umwelt ein. Beim Hauptzollamt Nürnberg mit seinen Zollämtern im Nürnberger Hafen, am Flughafen, in Ansbach, Erlangen – Tennenlohe und Weißenburg setzen sich derzeit 550 Zöllnerinnen und Zöllner tagtäglich für die Belange der Wirtschaft und der Bürgerinnen und Bürger ein.

Waffenmunition im Reisegepäck, verbotene Ess – Steine im Postpaket oder 90.000 Zigaretten versteckt in einem Transporter sind nur einige der Aufgriffe, die die Zollbeamtinnen und –beamten letztes Jahr in Mittelfranken verzeichneten. „Die „bunte Mischung“ an Funden spiegelt wider, wie groß das Aufgabenspektrum der Zollverwaltung inzwischen ist“, so Martina Stumpf, Pressesprecherin des Hauptzollamts Nürnberg. Zur Bewältigung der vielfältigen Tätigkeiten benötigt der Zoll auch weiterhin engagierte Nachwuchskräfte. Bewerben kann man sich wieder ab dem 1. April.

Beitrag zum Gemeinwesen

Das Aufgabenspektrum der Zollverwaltung geht weit über die klassischen Kontrollen an Ländergrenzen, Flug- und Seehäfen hinaus. Beispielsweise erhebt sie jedes Jahr mit über 120 Mrd. Euro etwa die Hälfte der dem Bund zufließenden Steuern. Damit trägt der Zoll wesentlich zum Funktionieren unseres Gemeinwesens bei, denn die Steuergelder ermöglichen wichtige Zukunftsinvestitionen zum Beispiel in Bildung, Familie, Forschung und Infrastruktur.

Partner für die Wirtschaft

Deutschland ist eine der größten und exportstärksten Wirtschaftsnationen der Welt. Die deutschen Unternehmen zeichnen sich durch Innovationen und Spitzentechnologie aus – daher ist Plagiatsbekämpfung ein wichtiger Bereich des Zolls. Ideenklau und Produktfälschungen verursachen immense volkswirtschaftliche Schäden und vernichten jedes Jahr zehntausende Arbeitsplätze. Auch Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung schaden der Wirtschaft. Die Zöllnerinnen und Zöllner gehen dagegen vor – sie sorgen damit für faire Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt und sichern reguläre Beschäftigung zu gerechter Bezahlung.

Als verlässlicher und starker Partner für Unternehmen hilft der Zoll auch, internationalen Handel schnell und reibungslos abzuwickeln. Effiziente Systeme vereinfachen die Abfertigung von Waren, die nach Deutschland kommen oder das Land verlassen. Mit jährlich über 100 Millionen Zollabfertigungen bewältigen die Zöllnerinnen und Zöllner enorme Warenmengen.

Schutz für Bürgerinnen und Bürger

Zollkontrollen schützen Verbraucherinnen und Verbraucher. Bei der Ein-, Aus- und Durchfuhr von Waren überwacht der Zoll die Einhaltung von Rechtsvorschriften, die den Warentransport entweder durch Genehmigungserfordernisse beschränken oder ganz verbieten. Der Zoll hält Transporte mit gefährlichen Waren – wie zum Beispiel mit Schadstoffen belastete Lebensmittel, gefährliches Spielzeug oder nicht geprüfte Feuerwerkskörper – an und übergibt sie der jeweiligen Fachbehörde zur Prüfung. Stellt sich heraus, dass die Waren für Bürgerinnen und Bürger eine Gefahr darstellen, werden sie beschlagnahmt und vernichtet.

Weitere Informationen zu Aufgaben, Leistungen und Erfolgen des Zolls sind unter www.zoll.de abrufbar.

Hintergrund: Weltzolltag
Der Weltzolltag wird jährlich am 26. Januar, initiiert durch die Weltzollorganisation, gefeiert. Zu den Hintergründen siehe http://www.wcoomd.org
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