Gut gerüstet für den Winter

Nicht nur bei geschlossener Schneedecke müssen Winterdienste gut gerüstet sein. Foto: © flyingcowboy - Fotolia

REGION (pm) - Rund 700.000 Tonnen Streusalz, knapp 3.000 Straßenwärterinnen und -wärter mit gut 1.500 Winterdienstfahrzeugen an 93 Autobahn- und Straßenmeistereien sowie modernste Technik wie Solestreuung, Glättemeldeanlagen und spezielle Winterdienstmanagementsysteme sind imposante Fakten des staatlichen Winterdienstes für mehr als 22.000 Kilometer bayerische Straßen und Autobahnen, die Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann jetzt offiziell vorgestellt hat.


„Auch dieses Jahr ist unser Winterdienst wieder bestens gerüstet und selbst für Extremwinter gut vorbereitet“, erklärte Herrmann. Sommerliche Straßenverhältnisse könne man zwar im Winter nicht garantieren, aber „... wenn auch unsere Autofahrer ihre Fahrweise und Ausrüstung den winterlichen Fahrbahnverhältnissen anpassen und genügend Zeit einplanen, wird niemand ins Schleudern geraten.“

Knapp 300.000 Tonnen Streusalz lagern in elf großen und über ganz Bayern verteilten Hallen, weitere 300.000 Tonnen in den Salzhallen und -silos der einzelnen Meistereien. „Außerdem haben wir uns von den Produzenten zusätzlich 100.000 Tonnen Liefersalz vertraglich gesichert“, erläuterte Herrmann. „In einer durchschnittlichen Winterdienstsaison bringt unser Winterdienst rund 350.000 Tonnen Salz und 100 Millionen Liter Salzsole aus. In der letzten sehr milden Saison haben wir nur 150.000 Tonnen Salz verbraucht.“ Durchschnittlich 135 Millionen Euro wendet der Freistaat laut Herrmann jährlich für den staatlichen Winterdienst auf, davon rund 25 Millionen Euro für das Salz. „Ein einziger Tag Winterdienst mit Volleinsatz kann uns bis zu 2 Millionen Euro kosten“, so der Minister. Nach seinen Worten setzt der staatliche Winterdienst in Bayern seit 2008 verstärkt auf das Ausbringen reiner Salzsole. „Denn die Flüssigsalz- oder Solestreuung hat in bestimmten Situationen deutliche Vorteile.“ Beispielsweise hafte die Sole besser auf der Fahrbahn und sei deshalb gut für eine vorbeugende Streuung geeignet. „Je mehr sich die Solestreuung durchsetzt, desto eher lohnt es sich auch, die Sole selbst zu erzeugen“, ergänzte der Verkehrsminister. „Deshalb haben wir in den letzten Jahren eigene Soleerzeugeranlagen gebaut.“ Dort werde das Salz in Wasser aufgelöst und die entstandene Sole in einem Puffertank zwischengelagert. 2011 wurde zum Beispiel in der Autobahnmeisterei Fischbach eine solche Anlage errichtet. Sie hat ein Lagervolumen von zweimal 100.000 Litern gebrauchsfertiger Sole, maximal 7.000 Liter können hier pro Stunde erzeugt werden. Die Gesamtkosten für die Anlage betrugen 290.000 Euro.

Der Freistaat investiere jedoch auch kräftig in die Sanierung der Gebäude des bayerischen Straßenbetriebsdienstes, so Herrmann weiter. „Die Hochbaumaßnahmen an unseren Gehöften schlagen jedes Jahr mit knapp 11 Millionen Euro zu Buche.“
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