Hände weg von den Sparkassen

Karl Freller (r.) und der stellvertretende Kreisvorsitzende Oliver Memmler überreichen Theo Zellner Goldsekt und eine Goldkugel. Foto: Schlampp

Theo Zellner: „Eine europäische Bankenaufsicht wäre eine Katastrophe“

SCHWABACH - Mit dem Präsidenten des Bayerischen Sparkassenverbandes Theo Zellner als Gastredner ist dem Herbstempfang des CSU-Kreisverbandes Schwabach ein voller Erfolg beschieden gewesen. Im gut gefüllten Casa Fontana erlebten die Zuhörerinnen und Zuhörer einen leidenschaftlichen Vortrag mit brisanten Inhalten.

In seiner Einführungsrede hatte der Vorsitzende des CSU-Kreisverbandes Schwabach, Karl Freller, Parallelen zwischen der Europäischen Union und Deutschland aufgezeigt. Auch bei uns gebe es vollkommen überschuldete Bundesländer. Während Bayern zum neuten Mal in Folge einen ausgeglichenen Haushalt ohne neue Kreditaufnahme aufweisen könne, plane das rot-grün regierte Nordrhein-Westfalen eine weitere Neuverschuldung in Höhe von rund 4,6 Milliarden Euro. Es sei zutiefst ärgerlich, dass unter anderem Bayern als Geberland im Rahmen des Finanzausgleichs für diese Geldverschwendung finanziell bluten müsse. Theo Zellner warnte eindringlich davor, die deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken in eine mögliche Europäische Bankenunion einzubinden. Als Eigentum der Städte oder Landkreise bestehe ihre Hauptaufgabe darin, die Einlagen ihrer Kundinnen und Kunden zu 100 Prozent abzusichern. Außerdem seien sie mit weitem Abstand die Finanzierungspartner Nummer 1 für den Mittelstand, so Zellner. Sollte eine euopaweite Einlagensicherung kommen, müssten die Sparkassen und Genossenschaftsbanken für mögliche Fehlspekulationen aller anderen Bankinstitute mithaften.

Auch der geplanten europaweiten und einheitlichen Bankenaufsicht erteilte Zellner eine Absage. Er habe Verständnis dafür, dass rund 25 Institute, die für die Stabilität in ganz Europa und für die Steuerzahler in anderen europäischen Ländern eine Gefahr darstellten, auf europäischer Ebene überwacht würden. Es sei für ihn allerdings überhaupt nicht einsichtig, warum deshalb die Europäische Zentralbank (EZB) zu einer gigantischen Behörde mutieren solle, die die Aufsicht für über 6.200 europäische Kreditinstitute übernehmen müsse. Einzig wichtige Aufgabe der EZB sei es, die Stabilität des Euro zu überwachen, nationale Bankenprobleme müssten auch national gelöst werden – und: Ohne einen konsequenten Schuldenabbau in den betroffenen europäischen Ländern gebe es keine Zukunft für den Euro. Und damit schloss sich der Kreis zum Ausgangsstatement von Karl Freller: Bayern halte am Ziel, seine Schulden bis 2030 abzubauen, fest.







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