Helfende Hände für die Kröten gesucht

Seit vielen Jahren bemühen sich Umweltamt, Naturschutzwacht und Privatleute um den Schutz von Erdkröten, Grasfröschen und Molchen. Für die Amphibienwanderung in Brunn und Fischbach sucht das Umweltamt dringend Helferinnen und Helfer. Der Einsatz startet Anfang/Mitte März und endet je nach Wetterlage Mitte/Ende April. (Foto: Stadt Nürnberg/Jürgen Jotzo/pixelio)
NÜRNBERG (pm/nf) - Seit vielen Jahren bemühen sich Umweltamt, Naturschutzwacht und Privatleute um den Schutz von Erdkröten, Grasfröschen und Molchen. Für die Amphibienwanderung in Brunn und Fischbach sucht das Umweltamt dringend Helferinnen und Helfer. Der Einsatz startet Anfang/Mitte März und endet je nach Wetterlage Mitte/Ende April.

Das Umweltamt sucht engagierte Naturfreunde, die bei der Überwachung der Krötenzäune in Brunn und Fischbach mithelfen. Der Einsatz dauert von der Dämmerung an gerechnet eine oder zwei Stunden. An kalten und trockenen Abenden gibt es so gut wie keine Krötenwanderung. Als Ausrüstung brauchen Freiwillige lediglich eine gute Taschenlampe und wasserdichte Kleidung, denn bei Regen sind die Amphibien besonders gern unterwegs.

Wenn die Nächte im Frühjahr milder werden und die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Vorfrühlings durch den Buchenwald scheinen, machen sich Kröten in Scharen zur Wanderung auf. An manchen Abenden verlassen dann hundert und mehr Erdkröten, Grasfrösche, Berg- und Teichmolche ihr schützendes Winterquartier und machen sich auf den gefährlichen Weg zu den Laichgewässern. Der Straßenverkehr stellt für die Tiere dabei die größte Gefahr dar, weil ihr Weg häufig über viel befahrene Straßen führt, so wie am Brunner Berg oder an den Fischbacher Weihern.

Seit vielen Jahren bemühen sich Umweltamt, Naturschutzwacht, aber auch Privatleute um den Schutz der Tiere. Mit mobilen Krötenzäunen und fest installierten Betonplatten werden die Wanderwege der Tiere an den Straßen unterbrochen. Tierschützerinnen und Tierschützer hoffen dann dass die Tiere die eigens für sie angelegten Krötentunnels benutzen, um ungefährdet auf die andere Straßenseite zu gelangen. Nicht alle Tiere sind aber so einsichtig. Manche wollen partout nicht und laufen gemächlich, manchmal ihren Partner schon auf dem Rücken tragend, daran vorbei.

Um diese Tiere geht es. Und ganz besonders um die Pärchen und die Weibchen unter ihnen. Denn die Weibchen sind erheblich seltener als die viel kleineren Männchen. Sind die Tiere, aus welchen Gründen auch immer, einmal auf die Straße gelangt, haben sie kaum noch eine Chance, lebend sie lebend zu überqueren.

Ansprechpartner sind Reinhard und Ingrid Figel, Telefon 09 11 / 83 05 13, und das Umweltamt, E-Mail uwa3@stadt.nuernberg.de.
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