Im Mai 2017 werden U3-Bahnhöfe Klinikum Nord und Nordwestring eröffnet

Das Foto gibt den Blick frei auf die neue Tunnelstrecke. Die Technik ist bereit. Der Test und Erprobungsbetrieb kann starten. (Foto: VAG/Peter Roggenthin)
U3-Nord: VAG und Siemens bereiten Strecke zwischen Klinikum Nord und Nordwestring für den Fahrgastbetrieb vor

NÜRNBERG (pm/nf) - Seit Juni 2012 erweitert das U-Bahn-Bauamt der Stadt Nürnberg den Nordast der U-Bahn-Linie U3 (bisher Gustav- Adolf-Straße – Friedrich-Ebert-Platz) um weitere zwei Bahnhöfe, Klinikum Nord und Nordwestring sowie die dazugehörige Tunnelstrecke. Die Roh- und Ausbauarbeiten sind inzwischen nahezu abgeschlossen. Die Schienen liegen, die Stromschiene ist montiert, Linienleiter und Bahnsteigüberwachungssystem für den automatischen U-Bahn-Betrieb sind installiert.


Jetzt beginnt die heiße Phase der Inbetriebnahme für die VAG. Schließlich gilt es, die Strecke an die bereits bestehende Linie anzubinden – mit möglichst geringen Auswirkungen auf den bestehenden Fahrgastbetrieb. Auf der neuen Teilstrecke sollen ab Mai 2017 Fahrgäste die U-Bahnen nutzen können.

Markus Pilhöfer ist im VAG-Geschäftsbereich Fahrweg für die Planung der Zugsicherungsanlagen und die Inbetriebnahme neuer Streckenabschnitte zuständig: „Bis zum Jahresende ist Siemens mit der Inbetriebsetzung der Strecke und einem Probebetrieb Herr der Strecke. Zum Jahresende und im Januar 2017 finden Abnahmen der VAG statt. Ab Ende Januar läuft dann unter Federführung der VAG der Erprobungsbetrieb, um die Funktionalitäten der Strecke für die Technische Auf- sichtsbehörde nachzuweisen“, fasst Pilhöfer die nächsten Monate grob zusammen.

So wenig Beeinträchtigungen wie nötig

Um den U-Bahn-Betrieb auf der U3 während der Phase der Inbetriebnahme so wenig wie nötig einzuschränken und somit die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste so gering wie unbedingt notwendig zu halten, hat die VAG ein neues Inbetriebsetzungskonzept erdacht. Noch ein paar Tage, nämlich bis 26. September, fahren die Züge der U3 nur alle fünf Minuten. Zwischen Kaulbachplatz und Friedrich-Ebert-Platz wird zudem ein Pendelzug eingesetzt, weil keine Wendemöglichkeit mehr über die Abstellanlage besteht. Ab 27. September fahren die Züge der U3 dann wieder nach Jahresfahrplan, also alle 100 Sekunden auf der Stammstrecke in der Hauptverkehrszeit. Denn: Ab diesem Zeitpunkt können die U-Bahnen bereits den neuen Bahnhof Klinikum zum Wenden nutzen, selbstverständlich noch ohne Fahrgäste.

Hintergrund: U3 seit 2001 im Bau

2001 wurde mit den Bauarbeiten für die U3 begonnen – im Norden erfolgte der erste Rammschlag am 23. April, im Süden war ein gutes halbes Jahr später, am 20. November, Baubeginn. Am 14. Juni 2008 wurde die dritte Nürnberger U-Bahn-Linie offiziell eröffnet und nahm ihren Betrieb zwischen Gustav-Adolf-Straße und Maxfeld auf. Sie ist die erste automatische U-Bahn-Linie Deutschlands. Zum Fahrplan- wechsel im Dezember 2011 wurde ein neues Teilstück der U3 im Norden eröffnet. Seit dem 11. Dezember fährt sie dort bis zum Friedrich-Ebert-Platz. Der aktuelle Bauabschnitt ist ca. 1,1 Kilometer lang und umfasst neben den beiden U-Bahnhöfen Klinikum Nord und Nordwestring, welche in offener Bauweise erstellt wurden, auch die dazugehörige, bergmännisch gebaute Tunnelstrecke. Auch der erste Abschnitt der südwestlichen U3-Verlängerung ist bereits im Bau. Er geht vom U-Bahnhof Gustav-Adolf-Straße nach Großreuth bei Schweinau und soll bis 2019 fertiggestellt werden.
Wer sich vom Bau der U-Bahn-Linie U3 ein bewegtes Bild machen würde, kann das unter
www.vag.de/filme
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