Im Schönen Brunnen sprudelt nach Jahrzehnten wieder das Wasser

Viele Jahre war die Touristenattraktion ,,Schöner Brunnen" eine recht ,,trockene" Angelegenheit. Ab 26. April dürfen viele zum ersten Mal erleben, wenn im Wahrzeichen Wasser sprudelt. (Foto: P. Maskow)

NÜRNBERG (pm/nf) - Das städtische Hochbauamt lässt pünktlich zum Einzug des Frühjahrs den Schönen Brunnen seit Jahrzehnten erstmals wieder sprudeln. Zur Eröffnung der Brunnensaison 2017 wird Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich die Touristenattraktion auf dem Hauptmarkt 26. April 2017 das erste Mal nach der Restaurierung fluten. Auch die restlichen städtischen Brunnen kommen danach schrittweise an die Reihe. Von den derzeit rund 210 Brunnen und Wasserspielen im Stadtgebiet sind 123 im Besitz der Stadt Nürnberg – ohne Friedhofsbrunnen und Notwasserbrunnen.

„Der Schöne Brunnen musste lange Jahre ‚trocken‘ bleiben – endlich kann man nun das Wasser wieder erleben. Für mich ist das eine echte Jugenderinnerung“, so Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich. Der Stadtbaumeister wird auch die neu angebrachte Schöpfkelle einem ersten Praxistest unterziehen. Die umfangreiche Sanierung des berühmten Bauwerks konnte im November vergangenen Jahres abgeschlossen werden. Die Ursprünge des Brunnens gehen auf das 14. Jahrhundert zurück und sind mit dem Wirken von Kaiser Karl IV. in Nürnberg eng verbunden. Von 1898 bis 1903 wurde eine originalgetreue Kopie im Stil der Hochgotik des Mittelalters erstellt.

Von den 123 städtischen Brunnen haben neben dem Schöne Brunnen 34 weitere Objekte zur Wasserersparnis eine Umwälzanlage – das heißt, das Wasser wird in einem Kreislauf wiederverwendet. Alle anderen sind Frischwasserbrunnen. Die Wasserdurchlaufmenge variiert stark, von drei Litern pro Minute bei einem Frischwasserbrunnen bis zu 500 Litern pro Minute bei einem größeren Brunnen mit Umwälzanlage. Für den Bauunterhalt der Kunst im öffentlichen Raum, für Pflege und Wartung der 123 städtischen Brunnen, der 245 Denkmäler und Freiplastiken sowie der rund 70 Gedenktafeln stellt die Stadt Nürnberg 2017 rund 300.000 Euro zur Verfügung.
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