Immer nur der Nase nach


FÜRTH - Jetzt also spricht das Stadtmuseum Ludwig Erhard alle Sinne an. Fünf neue Duftstationen sind in die Dauerausstellung integriert worden, führen die Museumsbesucher aber keineswegs an der Nase herum.

Viel zu sehen, zu hören und auch zu betasten gibt es ja schon längere Zeit im kleinen Museum in der Ottostraße, doch nunmehr wird auch die Nase gereizt. Fünf Stationen vermitteln unterschiedliche Varianten, die den Museumsbesucher zusätzlich in die dargestellten Themenkomplexe einführen. Da kann man sich eine Dosis Brotgeruch abholen, ein paar Meter weiter einen kräftigen Zug Bierduft genehmigen. Oder wie wär’s mit ner Prise Dampfeisenbahn? Bei Pulver- und Brandgerüchen aus dem Dreißigjährigen Krieg kann man ganz tief in die Geschichte eintauchen oder besser: seine Nase tief reinstecken.


Schnüffeln erlaubt: Fürths neue Kulturreferentin Elisabeth Reichert lässt sich Brotduft um die Nase wehen. Im Hintergrund Maria Ludwig, Vorsitzende des Fördervereins, und Museumsleiter Martin Schramm. Foto: Gaßner


Die Duftpulte sind übrigens gerade so hoch, dass auch Kinder die Deckel öffnen und neugierig ein Stück Stadtgeschichte erschnüffeln können.

Museumsleiter Martin Schramm wehte die Idee der Duftstationen schon lange um die Nase, inspiriert wurde er durch seine Studienzeit in England.

Von der britischen Insel musste sich das Fürther Museum auch die Düfte holen, betrat es doch mit den Riechstationen weitestgehend Neuland in der deutschen Museenlandschaft. Hersteller für derart ausgefallene Gerüche ließen sich in Deutschland nicht finden, so Schramm.

Die Finanzierung dieser keineswegs anrüchigen Ausstellungserweiterung teilten sich der Förderverein Stadtmuseum Fürth Ludwig Erhard e.V., die Landesstelle für nichtstaatliche Museen sowie die Stadt Fürth.

Das Stadtmuseum Fürth Ludwig Erhard ist Die. bis Do. und So. von 10 bis 16 Uhr und Sa. von 13 bis 17 Uhr geöffnet. An jedem ersten Do. zusätzlich bis 22 Uhr.

www.stadtmuseum-fuerth.de
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