Industrie 4.0: Nürnberg auf der Hannover Messe

Monika Dönnhöfer, Wirtschaftsförderung der Stadt Nürnberg, Armin Haase, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg - Lehrstuhl WTM, und Dr. Michael Fraas, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg (von l.), am 16. April 2015 am Messe-Stand v. Bayern Innovativ auf der HannoverMesse 2015. (Foto: Jürgen Frickinger; Bayern Innovativ GmbH)
NÜRNBERG (pm/nf) - Zum zweiten Mal in Folge präsentiert das Wirtschaftsreferat gemeinsam mit dem Energie Campus Nürnberg den Wirtschaftsstandort Nürnberg auf der Hannover Messe am Gemeinschaftsstand von „Bayern Innovativ“. Im Mittelpunkt des Auftritts stehen in diesem Jahr die Kompetenzen Nürnbergs mit den Schwerpunkten Energiewirtschaft und Energietechnik.

Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas, der gestern, 16. April 2015, selbst auf der Hannover Messe war, sagt hierzu: „Unser Standpartner Energie Campus Nürnberg ist ein Flaggschiff für die anwendungsorientierte Forschung am Energieversorgungssystem von morgen. Er ist ein Aushängeschild für Nürnberg als High-Tech-, Industrie- und innovativer Dienstleistungs-Standort. Mit der wissenschaftlichen Kompetenz des Energie Campus und hochinnovativen Energietechnik-Unternehmen jeder Größe wird Nürnberg zum Motor für die technische Umsetzung der Energiewende.“

Bei den Gesprächen des Wirtschaftsreferenten – auch bei seinen Besuchen an den Messeständen mehrerer Nürnberger Unternehmen – stand neben der Energietechnik auch das Leitthema der diesjährigen Hannover Messe, „Integrated Industry – Join the Network!“ im Vordergrund. Es bedeutet, dass die Herausforderungen von „Industrie 4.0“ wie zum Beispiel „Machine-to-Machine“- Kommunikation, die Datensicherheit oder die Suche nach dem richtigen Geschäftsmodell nur im Netzwerk bewältigt werden können.
Zu den Herausforderungen und Chancen von „Industrie 4.0“ für den Wirtschaftsstandort Nürnberg erklärt Dr. Michael Fraas: „Wir sind in Nürnberg mit einem starken produzierendem Sektor, einem hochinnovativen IT-Sektor und profilierten Forschungseinrichtungen hervorragend für ‚Industrie 4.0‘ aufgestellt. Die Digitalisierung wird aber alle Branchen und Unternehmen jeder Größenordnung betreffen, Wertschöpfungsketten verändern und neue Geschäftsmodelle erfordern. Hierbei müssen wir vor allem kleine und mittlere Unternehmen unterstützen, die Bedingungen für Start-ups weiter verbessern und neue Netzwerke schaffen, in denen zum Beispiel kleinere Unternehmen und Start-ups mit größeren Unternehmen zusammengebracht werden.“

Daher lässt das Wirtschaftsreferat in einem Gutachten die Auswirkungen von „Industrie 4.0“ auf den Wirtschaftsstandort Nürnberg untersuchen. Das Gutachten soll auch Handlungsempfehlungen enthalten, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu sichern. Das Gutachten wird derzeit von der Fraunhofer-Arbeitsgruppe SCS zusammen mit ihrer Projektgruppe „Geschäftsmodelle in der digitalen Welt“ am assoziierten Lehrstuhl für Supply Chain-Management der Universität Bamberg erstellt und wird für Herbst 2015 erwartet.
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