Innovative Projekte: Gesundheitsministerin Melanie Huml ist Schirmherrin

Gesundheitsministerin Melanie Huml (M.) mit den Preisträgern. (Foto: PZ/Müller)

Preisverleihung und Präventionskongress in Nürnberg

NÜRNBERG (pm/nf) - Neue Ansätze für die Vorbeugung von Erkrankungen standen im Mittelpunkt des 3. WIPIG-PZ-Präventionskongresses, der in Nürnberg stattfand. Im Rahmen des Kongresses wurde der dritte WIPIG-DAZ-Präventionspreis vergeben. Aus 91 Bewerbungen in vier Kategorien hatte die Jury die besten Arbeiten ausgewählt. Die Preise wurden unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, verliehen.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte: ,,Rechtzeitige Gesundheitsvorsorge ist der Schlüssel für ein langes Leben. Ich will die Bürger zu einer gesunden Lebensweise motivieren. Das Bayerische Gesundheitsministerium erarbeitet derzeit einen Präventionsplan – und unser Jahresschwerpunktthema 2014 ist Diabetes. Klar ist aber auch: Prävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Apotheker sind dabei sehr wichtige Partner für uns: sie sind für die Bürger flächendeckend Ansprechpartner vor Ort und genießen großes Vertrauen." Ministerin Huml lobte zudem das Engagement des Wissenschaftlichen Instituts für Prävention im Gesundheitswesen (WIPIG). Aus einer Studie des WIPIG, die vom Bayerischen Gesundheitsministerium mit 70.000 Euro gefördert wurde, war ein Projekt zur Präventionsbegleitung von Risikopersonen für Diabetes mellitus entwickelt worden.
„Für uns als wissenschaftliches Institut ist die Erforschung neuer Präventionsideen ein besonderes Anliegen. Gleichzeitig zählt, was Apotheker und Ärzte bereits heute im Rahmen von Aktionen zum Wohle der Patienten anbieten – im Idealfall als Kooperationspartner. Außerdem interessiert uns, was andere Institutionen zu diesem Thema beitragen können“, sagt Apothekerin Cynthia Milz, Sprecherin des WIPIG-Direktoriums. „Daher freuen wir uns über die vielen herausragenden Bewerbungen in diesen Bereichen. Sie zeigen, dass Prävention am besten dann gelingen kann, wenn sich alle Partner im Gesundheitswesen gemeinsam für die Gesundheit der Bevölkerung einsetzen. Bisher werden die Apotheker in der Prävention vom Gesetzgeber und den Krankenkassen zu wenig berücksichtigt. Wir hoffen, dass sich das bald ändert, denn die Arbeiten des Präventionspreises zeigen: Apotheker sind unverzichtbare Partner.“

Mit dem Projekt „Wie fit ist Ihre Lunge?“ belegten Ursula und Dr. Gunther Fay den ersten Platz. Unter dem Motto Lunge, Lungenfunktion und Atemwegserkrankungen nahmen 1.500 Personen an einem Test des Atemvolumens in der Apotheke teil. Den Patienten, die „zu wenig Puste“ hatten, wurde ein Arztbesuch empfohlen. Das Projekt zeigt, dass Apotheken als erste Anlaufstelle dienen können, um Gesundheitsrisiken zu entdecken und dafür zu sorgen, dass eine rechtzeitige ärztliche Abklärung erfolgt.

Gewinner der Kategorie „Bestes Projekt einer Institution“: In dieser Kategorie ging der erste Preis an Dr. Ursula Kramer, Initiative Präventionspartner, Freiburg. Das Projekt „NIZA3 bundesweite Impfaufklärungskampagne und -studie in Apotheken und bessere Zusammenarbeit von Apothekern mit regionalen Impfärzten“ untersuchte neue Wege in der Ansprache, um Nationale Impfziele umzusetzen.

Gewinner der Kategorie „Beste Kooperation Arzt / Apotheker“: Diese Auszeichnung erhielt das Kooperationsprojekt von Apothekerin Dr. Sonja Mayer und Prof. Dr. Michael H. Schoenberg „Quick-Check – Prävention von vermeidbaren, unerwünschten Arzneimittelereignissen bei stationären Patienten.“
Gewinner der Kategorie „Beste wissenschaftliche Arbeit“: Aus dem Bereich der Tertiärprävention wurde die Studie von Linda Krolop und Prof. Dr. Ulrich Jaehde zum sogenannten Adhärenz-Management bei Krebspatienten von der Jury als beste wissenschaftliche Arbeit ausgewählt. Eine regelmäßige Einnahme von Medikamenten ist für den Erfolg einer Tumortherapie ausschlaggebend. Die entwickelten Strategien zur Prävention von Einnahmefehlern zeigten, dass die Einbeziehung von Apothekern sinnvoll ist, um Probleme frühzeitig zu erkennen und die Therapietreue zu fördern.
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