Innovatives Konzept auch in Berlin überzeugend

Senator Mario Czaja (3.v.r.) zeigte sich bei seinem Besuch im Kompetenzzentrum nachhaltig beeindruckt. Foto: oh

Senator Mario Czaja besuchte Kompetenzzentrum für Demenz

NÜRNBERG / REGION - Demenz ist eine der großen Herausforderungen der Gegenwart. In Deutschland leiden aktuell etwa 1,2 Millionen Menschen daran, zwei Drittel davon sind von der Alzheimer'schen Krankheit betroffen. Bereits 2006 hat die Diakonie Neuendettelsau auf diese Entwicklung reagiert und das erste Kompetenzzentrum für Menschen mit Demenz eröffnet.

Jetzt besuchte Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales in Berlin, das Zentrum im Tillypark in Nürnberg. Senator Czaja wollte wissen, wie demenzkranke Menschen betreut und gepflegt werden, welche Wohnformen geeignet sind und wie Angehörige informiert und beraten werden. Eckhard Feddersen, Architekt des Kompetenzzentrums Demenz, begleitete den Berliner Politiker. Begrüßt wurden die Gäste um Senator Czaja von Dr. Rainer Beyer, leitender Verwaltungsdirektor, und Andrea Koydl, Leiterin des Kompetenzzentrums im Tillypark. Beyer wies darauf hin, dass heute fast jede Familie direkt oder indirekt mit dem Thema Demenz konfrontiert sei – und die Gesellschaft müsse offen damit umgehen. Deshalb habe die Diakonie Neuendettelsau einen Journalistenpreis „Demenz“ ausgeschrieben, so Dr. Rainer Beyer. „Wir wollten Journalisten anregen, sich mit dem Thema zu beschäftigen und mit Artikeln für mehr Aufklärung in der Gesellschaft zu sorgen“.

Menschlichkeit und Spiritualität
Nach einem Rundgang durch die Einrichtung erläuterte Andrea Koydl dem Senator das Besondere an dem Kompetenzzentrum: Mit dem Zentrum wurde ein innovatives Projekt realisiert, das die Situation von demenziell erkrankten Menschen und ihren Angehörigen in Nürnberg erheblich verbessert und neue Wege in der Begleitung, Betreuung und Pflege dieser Menschen geht, erklärte Andrea Koydl. Das architektonische Konzept ist speziell auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten von Menschen mit Demenz ausgerichtet, die familienähnliche Atmosphäre in den kleinen, überschaubaren Wohngruppen vermittelt den Menschen zudem Halt und Geborgenheit. Senator Mario Czaja zeigte sich beeindruckt: „Sie haben ein durchdachtes und professionelles Konzept realisiert. Zudem finde ich die hohe Menschlichkeit und die Spiritualität, mit der Sie Bewohner und Betroffene betreuen, bemerkenswert. Das innovative Projekt hat mich absolut überzeugt“.

Wie ernst die Diakonie Neuendettelsau die steigende Zahl demenzkranker Menschen nimmt, machte abschließend Dr. Beyer deutlich: „Wir bauen gegenwärtig in Forchheim und in München – dort gemeinsam mit der AWO – zwei weitere Kompetenzzentren für Menschen mit Demenz“.


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