Jeder gibt, was er kann

Der Erlanger Wirtschaftsreferent Konrad Beugel mit dem Unternehmerehepaar Ellen und Gerald Schreiber sowie Jörg Schultz, dem Leiter der Erlanger Tafel, in der Ausgabestelle Luitpoldstraße 81. In den vergangenen Jahren haben die Spenden von defacto, einem Unternehmen der Davero-Gruppe, die kostenlose Milchausgabe für bedürftige Familien gesichert. Foto: Iris Anna Kötter

defacto-Spende sichert weiterhin kostenlose Milchausgabe der Erlanger Tafel

ERLANGEN - Die Firma defacto, ein Unternehmen der Davero-Gruppe, spendet auch in diesem Jahr wieder 10.000 Euro an die Erlanger Tafel, einer Initiative des Diakonischen Werkes Erlangen. 

Im Beisein von Wirtschafts- und Finanzreferent Konrad Beugel haben Geschäftsführer Gerald Schreiber und seine Frau Ellen jetzt einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro an den Einrichtungsleiter Jörg Schultz übergeben. „Wir geben jede Woche 300 Liter frische Milch aus, und da sind wir auf Geldspenden von Privatpersonen und Firmen angewiesen. Wenn man das alles zusammenrechnet, da kommt schon ein ganzer Milchsee zusammen, den defacto in all den Jahren gespendet hat“, freut sich der Einrichtungsleiter der Erlanger Tafel, Jörg Schultz, über die regelmäßige finanzielle Zuwendung. Frische Produkte stehen in den drei Ausgabestellen oft nur unregelmäßig und nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung. Milch beispielsweise, die oft von Eltern mit kleinen Kindern nachgefragt wird, muss von den Tafel-Organisatoren das ganze Jahr über zugekauft werden.

Zu gut für die Tonne
Schon seit 2005 unterstützt das Erlanger Unternehmen defacto das Engagement von 160 Ehrenamtlichen, die jede Woche sechs Tonnen Lebensmittel einsammeln und an 550 bedürftige Familien verteilen. Die Spender und Lieferanten aus Erlangen und dem Umland, die der Tafel kostenlos Waren überlassen, reichen von einigen Handelsketten über Fachgeschäfte, Bäckereien, Marktstände, Schulen, Gastronomiebetriebe bis zu einzelnen Familien. In Deutschland gibt es Lebensmittel im Überfluss – und dennoch herrscht bei vielen Menschen Mangel. Die Tafeln bemühen sich um einen Ausgleich: Sie sammeln überschüssige, aber qualitativ einwandfreie Lebensmittel und geben sie an Bedürftige weiter. Als bedürftig gelten Menschen, die nur über wenig Geld im Monat verfügen können, z.B. weil sie eine kleine Rente haben, Arbeitslosengeld I oder II, Sozialhilfe oder Grundsicherung beziehen. Die Idee zur Hilfe kommt indes aus den USA, die erste Tafel in Deutschland entstand 1994 in Berlin. Im Jahre 1996 wurde die Erlanger Tafel gegründet, die zunächst als Initiative einiger Studentinnen und Studenten ins Leben gerufen worden war. Heute gibt es im Bundesgebiet 880 Tafeln, die im Bundesverband Deutsche Tafel e.V. organisiert sind.



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