Jüdische Jugend in Deutschland

Ausstellung in Fürth ermöglicht Blick in den gelebten Alltag

FÜRTH (web) - Mitten rein ins Leben geht die Ausstellung "Jüdische Jugend heute in Deutschand" im Jüdischen Museum in Fürth.



Auch die Schauspielerin Susan Sideropoulos ( Gute Zeiten, Schlechte Zeiten ) gab Einblick in ihren Alltag in Deutschland. Foto:oh


Wie leben junge Juden heute in Deutschland? Wie sehen sie das Land, in dem sie leben? Mit derlei Fragen starteten neun Studenten der Hochschule Konstanz 2005 das Projekt "Jüdische Jugend heute in Deutschland". Die Studenten reisten quer durch Deutschland, befragten ihre jüdischen Altersgenossen und porträtierten sie. Entstanden sind Arbeiten, die große Offenheit, Neugierde, aber auch Feingefühl widerspiegeln. Ohne geschichtsvergessen zu sein, konzentriert sich der Blick auf die Gegenwart und den gelebten Alltag. Die Ergebnisse ihrer Recherchen bilden die Grundlage für ein Buch, einen Dokumentarfilm und eine Foto- Ausstellung mit Hörinstallationen.

In Interviews werden Fragen zur Identität der Protagonisten, zu ihrer Geschichte und Beziehung zum Judentum, ihrem Verhältnis zu Deutschland und zum Heimatbegriff beantwortet. Fotografien zeigen schier lebensgroße Porträts und verschiedene Aspekte jüdischen Lebens wie Synagogen, Festtage, Lebensweisen im Zusammenhang kultureller, politischer und sozialer Positionierungen. Lebendig und in natürlicher Frische wird die Vielfältigkeit jüdischen Lebens wie auch der Wunsch nach Normalität im Verhältnis zwischen Juden und Nichtjuden im heutigen Deutschland gezeigt. Noch bis 14. September ist die Ausstellung in Fürth zu sehen. Ergänzt wird sie von etlichen Begleitveranstaltung wie etwa dem Dokumentarfilm "Judenschublade" über jüdische Jugendliche in Deutschland (1. Juli) oder der Diskussionsveranstaltung zum Ausstellungsthema mit der Leiterin des Kulturzentrums der israelitsichen Kultusgemeinde München, Ellen Presser und der Schriftstellerin Olga Mannheimer.

> www.juedischesmuseum.org
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