Jüdisches Museum wächst weiter

Modell für Erweiterungsbau wurde ausgewählt

Das Jüdische Museum Fürth erhält einen Erweiterungsbau in Form eines Würfels. Im Rahmen eines Architektenwettbewerbes setzte sich das gemeinschaftliche Konzept dreier Architekten aus Bamberg und Würzburg durch.


Museumsdirektorin Daniela F. Eisenstein, die Architekten Ulrich Manz, Christoph Gatz und Martin Kuntz sowie Dieter Christoph von
Regionalkonzept und Horst Ohlmann von der Deutschen Stiftungs-
treuhand (v.li.n.re.) präsentieren das Modell des geplanten Erweiterungs-baus. Foto: tom


Schon längst zu klein geworden, soll das neben den Museen in Berlin, Frankfurt und München bedeutendste Jüdische Museum Deutschlands mit dem modernen Neubau nicht nur neuen Platz für die Verwaltung bringen. Museumleiterin Daniela Eisenstein will vor allem das museumspädagogische Konzept ausweiten. Das Museum soll so gestaltet werden, dass es "dem hohen didaktischen und musealen Anspruch sowie der großen Bedeutung des Hauses entspricht".

Ein Zentrum der interkulturellen Kommunikation und Bildung soll entstehen. Auch eine Stiftungsprofessur für Jüdische Geschichte ist eingeplant. Das in Deutschland einmaluge Konzept würde dann vom Kinder- und Familienprogramm über Schulprogramme und Erwachsenenbildung bis hin zum akademischen Forschen reichen.

Museumshop, Kasse, Bibliothek, ein neues Museumscafé sowie weitere Ausstellungsräume sollen auf der rund 700 Quadratmeter großen Nutzfläche ihren Platz finden. Darüber hinaus wird im Untergeschoss ein Depot eingerichtet und auch ein "Learning- Center" entsteht.

Nach dem Modell der Architekten Ulrich Manz, Christoph Gatz und Martin Kuntz sind Alt- und Neubau durch einen kleinen Innenhof getrennt, der Eingang liegt dann an zentraler Stelle zwischen Alt- und Neubau. Ein Wechselspiel von geschlossenen Wandflächen und großzügigen "Aussichtsfenstern" soll zum Erkennungsmerkmal des Gebäudes werden.

Das etwa 2,5 Millionen Euro teure Projekt soll mit Hilfe der Kulturstiftung Fürth realisiert werden, Fördergelder in Höhe von mindestens 60 Prozent stehen dabei in Aussicht. Geplant ist der Neubau für 2010. (web)
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