Künftiger Ministerpräsident Söder im MarktSpiegel-Interview: ,,Natürlich bleibe ich Club-Fan!"

Bayerns Finanzminister und künftiger Ministerpräsident Dr. Markus Söder (50, CSU) mit Ehefrau Karin und seinen Hunden Fanny (links) und Bella. Foto: © Udo Dreier

NÜRNBERG/MÜNCHEN (mask) – Er ist der kommende, starke Mann für Bayern: Dr. Markus Söder (50, CSU), künftiger Ministerpräsident in München und Nürnberger mit Leib und Seele. Der MarktSpiegel hat ihm fünf schnelle Fragen gestellt und umgehend fünf schnelle Antworten bekommen!

MarktSpiegel: Herr Dr. Söder, müssen Sie als Ministerpräsident nach München umziehen und schauen sich schon nach einer Bleibe um – oder bleiben Sie in Nürnberg wohnen und können pendeln?
Markus Söder: ,,Mein Wohnsitz ist Nürnberg, mein Dienstsitz in München."

MarktSpiegel: Wie wollen Sie an die AfD verlorene Wähler zurückholen?
Söder: ,,Alle bürgerlichen Wähler sollen bei der CSU versammelt werden. Viele Wähler haben sich sehr stark für eine Obergrenze ausgesprochen. Es ist entscheidend, dass wir den bürgerlichen Wählern, die für uns gewinnbar sind, wieder eine politische Heimat bieten. Wir brauchen keinen Rechtsruck, müssen aber zu alter Glaubwürdigkeit zurückfinden. Wer will denn am Ende in Bayern Berliner Verhältnisse bekommen? Bayern ist mit stabilen Verhältnissen gut gefahren, die wollen wir weiter haben."

MarktSpiegel: Sie sind der größte Club-Fan in der Staatsregierung, waren von 1999 bis 2011 Aufsichtsrat beim 1. FCN. Muss der künftige Bayerische Ministerpräsident nun auch Mitglied beim FC Bayern werden?
Söder: ,,Natürlich bleibe ich auch weiterhin Club-Fan."

MarktSpiegel: Wer ist bei der Neu-Auflage des CSU-Tandems der, der lenkt – und wer darf nur strampeln?
Söder: ,,Eigentlich ist ganz klar: Horst Seehofer wird als Parteivorsitzender die strategische Führungsrolle der CSU gerade in Berlin ausfüllen. Meine Aufgabe ist Bayern. Wir werden den Generationswechsel voranbringen und versuchen, auf der Basis einer wirklich starken Politik der letzten Jahre und Jahrzehnte, das Land weiterzuentwickeln. Politik bedeutet nicht Wechsel, sondern immer Weiterentwicklung."

MarktSpiegel: Haben Sie einen Wunschkandidaten als Nachfolger für das Nürnberger Heimatministerium, der die Stadt so liebt wie Sie und gern von hier aus arbeiten möchte?
Söder: ,,Erst wird im Landtag der Ministerpräsident gewählt und dann ein Kabinett gebildet. Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht."
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