Luchsanlage im Tiergarten wird umgebaut

Eins der drei Luchsweibchen die aus dem Wildpark Pforzheim stammen. (Foto: Tiergarten Nürnberg)

NÜRNBERG - Der Tiergarten der Stadt Nürnberg hat die ehemalige Wolfsanlage umgebaut und mit drei Luchsweibchen aus dem Wildpark Pforzheim besetzt.

Damit hat der Zoo erstmals seit knapp elf Jahren wieder Vertreter dieser heimischen Raubkatzen im Bestand. Das neue Gehege umfasst eine Fläche von 1.850 Quadratmetern, es ist reich strukturiert und bewaldet. Die große, mit dem Umbau verbundene Neuheit der Anlage ist eine Aussichtskanzel im oberen Bereich.

Die Projektkosten für den Bau der neuen Luchsanlage belaufen sich insgesamt auf etwa 95.000 Euro. Mit knapp 30.000 Euro unterstützten die Mitglieder des Vereins der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V., darunter auch Tierpaten, das Projekt. Dr. Lorenzo von Fersen, 2. Vorsitzender des Vereins, begrüßt die Rückkehr der Luchse in den Tiergarten: „Da Luchse entgegen aller Hoffnungen in Bayern nach wie vor extrem bedroht sind und illegal getötet werden, lag es nahe, sich erneut für den Erhalt des Luchses einzusetzen und das Millionenpublikum des Tiergartens für diese Tierart zu begeistern.“ Die Katzen, die im Wildpark Pforzheim in der Gruppe aufgewachsen sind, vertragen sich untereinander gut. Eine solche Gruppe soll perspektivisch auch in Nürnberg etabliert werden. Die drei Luchsweibchen, zwei sterilisierte und eine nicht sterilisierte Katze, werden in den nächsten Jahren noch durch einen Kater ergänzt.
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