MarktSpiegel-Leser trafen Zeitungs-Macher

Tucher-Marketing-Direktor Kai Eschenbacher (r.) und MarktSpiegel-Redaktionsleiter John R. Braun (2.v.r.) begrüßen die MarktSpiegel-Leser im Foyer des Verwaltungsgebäudes. Fotos (32): Udo Dreier
 
Mit großen Buchstaben prangt der Wortlaut des Bayerischen Reinheitsgebotes von 1516 auf der Fassade des Brauturms.

Erster Stammtisch im Tucher-Schalander – Brauereiführung und Diskussionsrunde stießen auf großes Interesse

NÜRNBERG / REGION - Viele Fragen und interessierte Gäste: Dem ersten MarktSpiegel-Stammtisch war ein voller Erfolg beschieden. Redaktionsleiter John R. Braun hatte im Rahmen eines Gewinnspiels 25 Leserinnen und Leser zu einer Tucher-Brauereiführung mit anschließender Verkostung in das Zwei-Städte-Sudhaus eingeladen.

„Das Jahr 2013 ist das Jahr unserer Leserinnen und Leser“, so der Redaktionsleiter von Nordbayerns größtem Anzeigenblatt mit einer Gesamtauflage von 462.000 Exemplaren. Der Stammtisch mit Brauereiführung wird künftig einmal im Monat stattfinden – jeweils 25 ausgeloste Gäste haben dann Gelegenheit, die Tucher Braukultur und den MarktSpiegel in und auswendig kennen zu lernen. Am Beginn des ersten Stammtisches letzte Woche stand nach der Begrüßung durch Tucher-Marketing-Chef Kai Eschenbacher – „unsere Brauerei steht genau auf der Stadtgrenze zwischen Fürth und Nürnberg und ist damit wohl das weltweit einzige Zwei-Städte-Sudhaus“ – eine Brauereiführung auf dem Programm. Braumeister Günter Jeutner war dabei voll in seinem Element: „Ich bin jetzt über 30 Jahre bei der Tucher, sodass ich immer von meiner Brauerei spreche“. Redegewandt und kurzweilig erklärte Jeutner den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur den Ablauf der Bierherstellung von der Gewinnung der Rohstoffe bis hin zur Abfüllung, sondern punktete außerdem mit beeindruckenden Zahlen, so unter anderem:


Drei Fußballfelder groß ist das Areal, auf dem
   das Leergut zwischengelagert wird.

Mit großen Buchstaben prangt der Wortlaut
   des Bayerischen Reinheitsgebotes von 1516
   – für die Tucher-Brauerei seit ihrer Gründung
   Maßstab und Verpflichtung – auf der Fassade
   des wuchtigen Brauturms.

Aus Gründen der Sauberkeit bestehen alle Kessel
   und Leitungen aus teurem Edelstahl. Das früher
   verwendete billigere Kupfer hat den Nachteil, dass
   es schnell oxydiert.

750.000 Kubikmeter frisches Wasser stehen der
   Tucherbrauerei aus eigenen Brunnen pro Jahr für
   die Bierherstellung zur Verfügung – eine Menge,
   die man aktuell bei weitem nicht ausschöpfen kann.

40.000 Hektoliter fertig gebrautes Bier sind ständig
   auf Lager.

Die Abfüllanlage schafft sagenhafte 50.000
   Flaschen pro Stunde. Das entspricht 80 Flaschen
   in jeder Sekunde.


Nach der Führung waren die Gäste zu Umtrunk und Essen ins „Schalander“, die im Haus befindliche Braureigaststätte, eingeladen. Der Name Schalander ist übrigens, wie Günter Jeutner erklärte, die Abwandlung eines mittelalterlichen Begriffs für den Ort, wo sich die in der Braukunst kundigen Mönche getroffen haben, um Rezepte auszutauschen und die Erfolge ihrer Mühen auch zu testen. Mit Entertainer-Qualität stellte Jeutner die mehr als ein Dutzend Tucher-Biere vor. Und, wenn der Braumeister etwa beim Tucher Urfränkisch Dunkel beschreibt, wie es genüsslich die Speiseröhre hinunterläuft und samtweich den Magen auskleidet, welcher Bierliebhaber könnte da noch widerstehen? Schalander-Wirt Oliver Hinkel tischte zu den Bierspezialitäten leckere kross-gebratene und dennoch zarte Schäuferle mit Kloß und Sauerkraut auf. Die rustikal eingerichteten Räume der Brauereigaststätte können übrigens auch für Familien- und Gesellschaftsfeiern gebucht werden (siehe unten).

Nach dem Essen hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, Fragen und Anliegen an Redaktionsleiter John. R. Braun zu stellen. Dieser erklärte die komplizierten Abläufe von der Produktion bis hin zur Verteilung: „Der MarktSpiegel wird in der Nacht von Montag auf Dienstag beim Pressedruck Oberfranken in Bamberg gedruckt und dann sofort ausgefahren. Die Austräger haben ihn am Dienstag im Laufe des Tages und beginnen dann mit der Verteilung. Damit sollte er am Mittwoch in den Briefkästen liegen. Schlechtes Wetter oder auch krankheitsbedingte Ausfälle können die Verteilung verzögern. Wir haben über 1.000 Austrägerinnen und Austräger, da kann immer wieder auch etwas dazwischen kommen. Spätestens am Donnerstag sollte jedoch jeder seinen MarktSpiegel haben“.

Zwei Freiessen zu gewinnen
Die Redaktion des MarktSpiegels freut sich über die große Zahl an Einsendungen – leider konnten jedoch nur 25 Leser eingeladen werden. Als Trost verlost der MarktSpiegel aus allen eingegangenen E-Mails und Postkarten nochmals zwei Essen für jeweils zwei Personen im Tucher Schalander. Die Gewinner werden dann schriftlich oder telefonisch benachrichtigt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Feiern im Schalander
Die Brauereigaststätte „Schalander“ in der Tucherstraße 10 in Fürth ist montags bis donnerstags durchgehend von 5.30 bis 16 Uhr und freitags von 5.30 bis 15 Uhr für jedermann geöffnet. Die Küche ist fränkisch und international geprägt. Eine Mittagskarte – auch mit vegetarischen Gerichten – sorgt für Genuss und Abwechslung. Auch fürs Frühstück und die Brotzeit gibt es eine große Auswahl. Neben den Tucher-Bierspezialitäten werden auch alkoholfreie Getränke ausgeschenkt. Gruppen ab 25 und bis 140 Personen können die Räumlichkeiten gerne nach Absprache und Anmeldung für private und öffentliche Feiern auch außerhalb der Öffnungszeiten sowie samstags, sonntags und feiertags buchen. Aktueller Anlass könnten beispielsweise die anstehenden Kommunion-, Firm- und Konfirmationsfeiern sein. Die Menüauswahl richtet sich nach den Wünschen der Kunden, Anfragen und Reservierungen nimmt Schalander-Wirt Oliver Hinkel unter Telefon 0911/9776175 entgegen.

Übrigens: Nach vorheriger Anmeldung und schriftlicher Bestätigung bietet die Tucher-Brauerei montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr Führungen mit Bierverkostung und wahlweise Brotzeit für Gruppen an. Weitere Informationen und Anmeldung bei Günter Jeutner unter Telefon 0172/8952400 oder via E-Mail unter

g.jeutner@tucher.de
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