Mehr Fahrradweg fürs Geld: CSU will Radwege-Etat effektiver einsetzen

Wie können ausufernde Kosten für Radwege vermieden werden? (Foto: ©Kara/Fotolia.com)
NÜRNBERG (pm/nf) - Mit einem Baukosten-Controlling für Radwege will die CSU-Stadtratsfraktion den häufig ausufernden Kosten beim Bau von Radwegen entgegenwirken. Zuletzt mahnte der ADFC an, bei vielen Bauprojekten für neue oder zu sanierende Fahrradwege würden sich die Kosten am Ende mehr als verdoppeln.

,,Man könnte fürs gleiche Geld wie bisher mehr Radwegkilometer bauen, wenn bei der Umsetzung besser auf die Baukosten geachtet würde", sagt Verkehrssprecher Marcus König. So wurden für den Radweg am Laufertorgraben am Ende 298.000 Euro fällig, fast das Dreifache der angesetzten Baukosten von 112.000 Euro. Oder an der Rothenburger Straße statt 85.000 Euro am Ende 214.000 Euro - mehr als die zweieinhalbfache Summe.
Der SöR-Sprecher der Fraktion, Andreas Krieglstein: ,,Die Kritik des ADFC ist richtig und nachvollziehbar. Wenn am Ende eine einzige Maßnahme ein Drittel des Jahresetats für Radwege verschlingt, werden natürlich pro Jahr zu wenige Radwege gebaut und der Ruf nach mehr Geld wird laut. Genau hier wollen wir ansetzen und gegensteuern."
Die CSU-Stadtratsfraktion schlägt vor - ähnlich wie bei größeren Bauprojekten - auch ursprünglich vergleichsweise niedrig angesetzte Maßnahmen mit einem Baukostencontrolling zu begleiten. ,,Damit könnten die Kosten im Rahmen bleiben und ohne den Etat zu erhöhen, mehr Lücken im Radwegenetz in kürzerer Zeit geschlossen werden", so das Fazit von Verkehrssprecher Marcus König.
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