Ministerrat gibt Startschuss für Konzeption der neuen Universität Nürnberg

Die Flächen am ehemaligen Südbahnhof (Brunecker Straße) wären nach Beschlusslage der Staatsregierung der bevorzugte Standort für die neue Universität in Nürnberg. (Foto: BAVARIA LUFTBILD VERLAGS GMBH, Eching/Quelle: Aurelis)
 
Die Technische Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg wird als Ganzes am Standort Erlangen weiterentwickelt. (Foto: Nicole Fuchsbauer)
Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle: „Strukturkommission unter Leitung des Präsidenten der TU München Prof. Dr. Wolfgang Herrmann erarbeitet Konzept für die neue Universität. Bayern setzt neue Maßstäbe für den Ausbau der Wissenschaft“

NÜRNBERG - Der Ministerrat gab heute den Startschuss für die Konzeption der neuen Universität Nürnberg und damit den Ausbau des Hochschulstandorts Nürnberg-Erlangen.


Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle: „Mit dem Aufbau einer neuen Universität in Nürnberg und gezielten Maßnahmen zur Stärkung des gesamten Wissenschaftsraums Erlangen-Nürnberg setzt Bayern deutschlandweit neue Maßstäbe für den Ausbau der Wissenschaft. Kein anderes Land nimmt Mittel in solchem Umfang in die Hand, um den Aufbau einer neuen Universität zu ermöglichen. Mit dem Präsidenten der Technischen Universität München (TUM), Prof. Dr. Wolfgang Herrmann, haben wir eine höchst renommierte, erfahrene und anerkannte Persönlichkeit gewonnen, um für die neue Universität ein tragfähiges Konzept mit eigenem, international sichtbarem Profil zu entwickeln. Der gesamte Hochschulraum Nürnberg-Erlangen wird eine deutliche Stärkung erfahren.“

Der Strukturkommission unter Leitung von TUM-Präsident Prof. Dr. Herrmann werden national und international renommierte Experten angehören. Aufgabe der Strukturkommission ist es, eine wissenschaftliche wie organisatorische Konzeption für die neue Universität Nürnberg auszuarbeiten, die bereits 2018 dem Wissenschaftsrat zur Begutachtung vorgelegt werden soll. Im Jahr 2020 soll der Ministerrat über die Umsetzung des Konzepts entscheiden.

Wissenschaftsminister Dr. Spaenle: „Die Entscheidung für eine neue Universität in Nürnberg ist eine große Chance und ein historischer Schritt für die gesamte Region. Die Gründung der zehnten Landesuniversität ist zugleich ein bewusster Impuls für neue, kreative Ideen. Beispielsweise für eine echte ,Campus-Universität‘ mit Studentenwohnheimen direkt neben den Instituten.“

Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas beurteilt die Person des Münchner TU-Präsidenten Prof. Dr. Wolfgang Herrmann als Leiter der Strukturkommission, die das Konzept für die neue Universität Nürnberg erarbeitet, als ein starkes Signal. ,,Die neue Universität soll etwas besonderes werden, das es so in Deutschland noch nicht gibt. Prof. Herrmann genießt weltweite Reputation und ist international bestens vernetzt. Daneben ist auch die Einbettung der neuen Universität in die bestehende Hochschul- und Wissenschaftslandschaft unserer Region und die Hebung von Synergien wichtig. Daher sollte sich in der weiteren Zusammensetzung der Kommission sowohl die nationale und internationale als auch die regionale Perspektive abbilden."


Eckpunkte, die der Ministerrat am 2. Mai 2017 und am 16. Mai 2017 beschlossen hat:

In Nürnberg wird eine neue, eigenständige Universität mit Schwerpunkt auf dem Gebiet der Technikwissenschaften und mit 5.000 bis 6.000 neuen, zusätzlichen Studienplätzen errichtet.

Die Einrichtungen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) auf dem Gebiet der Lehrerbildung bleiben in Nürnberg und werden baulich modernisiert.
Die Technische Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg wird als Ganzes am Standort Erlangen weiterentwickelt.

Die Philosophische Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg wird in Erlangen im sog. „Himbeerpalast“ und seinem Umgriff konzentriert.

Im Kontext des Zukunftskonzepts sollen ferner die Technische Hochschule Nürnberg und die Wissenschaftsstadt Fürth weiter gestärkt werden.
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