Nachbesserungen beim Einkaufsschwerpunkt

Der Entwurf von Weis & Volkmann aus Leipzig hat momentan "die Nase vorn".

Noch kein endgültiger Sieger beim Architekten-Workshop

FÜRTH (web) - Der Architekten-Workshop zum neuen Einkaufsschwerpunkt in der Innenstadt ist zu Ende, einen eindeutigen Sieger gibt es jedoch noch nicht. Die Fachjury hat zwei Entwürfe ausgewählt, an denen noch nachbgebessert werden muss.

Der Investor MIB AG hatte für das 50-Millionen-Euro-Projekt einen Architekturwettbewerb „Neue Mitte Fürth“ ausgelobt. Vorgaben waren, zum einen eine zeitgemäße Handelsarchitektur zu schaffen, zum anderen die denkmalgeschützte Bausubstanz weitestgehend zu erhalten. Architektenbüros aus ganz Deutschland, aber auch aus der Region, schickten ihre Ideen und Entwürfe ein. Am Ende kristallisierten sich zwei Vorschläge heraus, die dennoch nicht hundertprozentig überzeugen konnten, wie Baureferent Joachim Krauße zusammen mit Wolfgang Jankowiak, der im Auftrag von MIB für die Abwicklung des Architektenwettbewerbs verantwortlich zeichnete, informierte.

Entscheidung soll in drei Wochen fallen
Ein klein wenig die Nase vorn hat bislang das Büro Weis & Volkmann aus Leipzig mit seinem „geschlossenen Entwurf“, der vor allem mit seiner rationalen und subtilen Fassadenstruktur habe punkten können, so Jankowiak. Allerdings ist sich die Jury einig: Der zur Freiheit ausgerichtete Turm ist „eindeutig zu hoch“ (Krauße). Auch der Entwurf des Büros Gewers & Pudewill aus Berlin setzt mit einem turmähnlichen Abschluss auf eine „expressive Ecklösung“ (Jankowiak) oder – wie es der Fürther Baureferent umschrieb – auf „skulpturale Ecklösungen“. Knapp hinter der Konkurrenz aus Leipzig landete die Berliner Idee damit auf Platz 2, und sowohl eine Beruhigung der Ecksituation als auch die Gestaltung der „ausdrucksstarken“ Fassadenlösung, die eine Metallverkleidung an den Ecken vorsieht, solle hier nochmal überdacht werden.

Noch ist also nichts entschieden, so auch nicht in Sachen Denkmalschutz. Gewisse Eingriffe seien unabdingbar, erklärte Krauße. So auch in den beiden Siegerentwürfen, und in knapp drei Wochen soll dann die Entscheidung fallen. Schon im Frühjahr des kommenden Jahres würden demnach die Abbraucharbeiten in der Rudolf-Breitscheid-Straße beginnen, die Eröffnung des neuen Einkaufskomplexes könnte im Herbst 2014, spätestens aber im Frühjahr 2015 über die Bühne gehen.
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