Neue Ära in Schwabach angebrochen

Matthias Thürauf (CSU) wird neuer Oberbürgermeister in Schwabach

SCHWABACH - Matthias Thürauf ist der erste CSU-Oberbürgermeister in der Goldschlägerstadt seit 1945. In der Stichwahl am vergangenen Sonntag setzte sich der 34-jährige Richter laut dem vorläufigen Endergebnis mit 59,64 Prozent der Stimmen klar gegen Helga Schmitt-Bussinger von der SPD durch, die 40,36 Prozent auf sich vereinigen konnte. Die Wahlbeteiligung lag bei nur wenig über 53 Prozent.

Der scheidende Oberbügermeister Hartwig Reimann (l.) und der CSU-Kreisvorsitzende Karl Freller (r.) gratulieren Matthias Thürauf im Rathaus zum Sieg bei der Stichwahl. Foto: Schlampp

Matthias Thürauf wird das Amt von Hartwig Reimann (SPD) übernehmen, der seit 1970 unangefochten an der Spitze der Stadt seht. In seinem Wahlprogramm nehmen wirtschaftspolitische Themen einen großen Raum ein. Thürauf möchte Schwabach in der Metropolregion Nürnberg mehr Gewicht verleihen. Dazu gehören unter anderem neben weiteren Gewerbeansiedlungen und der Sanierung maroder Straßenzüge auch konkrete Pläne. So kann sich der neue Oberbürgermeister auf der Fläche des Markgrafenareals ein modernes Einkaufszentrum nach dem Vorbild des City Point in Nürnberg vorstellen. Auf dem ehemaligen Kasernengelände sei ausreichend Platz für einen modernen Mehrzwecksaal für Kulturveranstaltungen und Tagungen. Allerdings stellt Matthias Thürauf klar, dass weiteres wirtschaftliches Wachstum naturverträglich sein müsse. Aus dem Martin-Luther- Platz soll, wenn es nach Thürauf geht, eine grüne Oase werden.

Im Landkreis Roth standen sechs weitere Stichwahlen an, die ebenfalls neue politische Akzente mit sich bringen dürften: Denkbar knapp verlief es in Rohr, wo Amtsinhaber Herbert Bär (CSU) mit 50,97 Prozent sein Amt gegen den SPD-Herausforderer Felix Fröhlich verteidigen konnte. Ähnlich gering war der Abstand in Hilpoltstein, reichte aber, dass Helmut Neuweg (CSU) von Markus Mahl (SPD) abgelöst wird. Georgensgmünd hat jetzt eine Bürgermeisterin. Eva Loch (CSU) kam auf 56,74 Prozent, ihr Kontrahent Robert Nolte von der SPD auf 43,26 Prozent.

In Schwanstetten konnte Richard Seidler zwar im Vergleich zur ersten Wahl am 2. März deutlich an Stimmen zulegen, Der CSU-Kandidat unterlag aber Robert Pfann von der SPD, der in der Stichwahl 54,05 Prozent erreichen konnte. In Wendelstein geht die Ära Wolfgang Kelsch zu Ende. Der Amtsinhaber von der SPD kam nur auf 40,62 Prozent, so dass der neue Bürgermeister Werner Langhans (CSU) heißt. Ebenfalls eindeutig ist der Wählerwillen in Thalmässing. Hier erreichte Georg Küttinger von der Thalmässinger Liste 62,98 Prozent der abgegebenen Stimmen und überholte damit Maximilian Schneider von der CSU deutlich. Die Wahlbteiligung lag im Landkreis Roth deutlich über der von Schwabach.

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Archiv MarktSpiegel aus Nürnberg

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