Neuer Campus bündelt Kompetenzen

In Anwesenheit der bayerischen Staatsminister Dr. Markus Söder (2.v.l.), Martin Zeil (2.v.r.) und Dr. Wolfgang Heubisch (r.) sowie Staatssekretärin Katja Hessel (l.) wurde der EnergieCampus Nürnberg auf dem ehemaligen AEG-Areal („Auf AEG“) eingeweiht. Für die ersten der bis zu 150 Forscherinnen und Forscher, die bislang an verschiedenen Standorten arbeiteten, beginnt damit der Einzug in Labore, Technika, Werkstätten und Büros auf 5.800 m² Forschungsfläche. Fotos (2): Udo Dreier

Schlüsselübergabe mit den Ministern Zeil und Heubisch in Nürnberg

NÜRNBERG - Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil und Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch begrüßen, dass der EnergieCampus Nürnberg (EnCN) mit der Schlüsselübergabe einen gemeinsamen Standort gefunden hat. „Damit bekommt der EnergieCampus seine Heimat. Wichtige Teile der Energieforschung und der Entwicklung neuer Energietechnologien im Freistaat werden nun räumlich zusammengeführt“, erklärten die Minister. 

Der Einzug der Projektpartner auf dem früheren AEG-Gelände an der Fürther Straße kann in den kommenden Monaten erfolgen. „Der EnergieCampus ist inhaltlich und organisatorisch hervorragend aufgestellt. Jetzt rückt er auch räumlich zusammen“, betonte Zeil. Die Energieversorgung der Zukunft sei eine der entscheidenden Schlüsselfragen: „Wir können diese Herausforderung nur meistern, wenn wir alle Kapazitäten bündeln. Beste Voraussetzung dazu ist ein enger fachlicher Austausch. Daher freue ich mich, dass nun ein gemeinsamer Campus endlich Realität wird“, so der Wirtschaftsminister. Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel hob hervor: „Gerade dieser Standort von AEG und in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen ‚Quelle-Areal‘ ist besonders symbolträchtig. Er steht für den erfolgreichen Strukturwandel Nürnbergs zu einem modernen HighTech-Standort. Die alten Fabrikhallen werden für die Entwicklung zukunftsträchtiger neuer Technologien verwendet.“ Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch ergänzte: „Auch aus hochschul- und forschungspolitischer Sicht ist der EnergieCampus Nürnberg etwas Besonderes: Über alle institutionellen Barrieren hinweg belegen bislang sechs Kooperationspartner, dass moderne, flexible, thematisch fokussierte Campus-Strukturen mit schlankem und effektivem Management möglich sind. Mit der Helmholtz-Gemeinschaft und der Errichtung eines neuen Helmholtz-Instituts steht 2013 ein siebter Partner in Rede. Ich freue mich, dass das Konzept des EnCN innerhalb von drei Jahren eine so hohe Anziehungskraft und Sichtbarkeit entwickelt hat.“

Der EnCN ist in seiner Konzeption einzigartig, betrachtet die Energieforschung entlang der gesamten Energiekette. Der Campus ist ein zentraler Baustein des Strukturprogramms Nürnberg / Fürth und der Initiative „Aufbruch Bayern“, im Mittelpunkt stehen Vorhaben der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen, des Energietransports, der Speicherung sowie der effizienten Energieanwendung. Aber auch Marktfragen und Aspekte der Technologieakzeptanz und des Designs werden untersucht.

Rund 5.800 m² der ehemaligen Produktionsstätten wurden entsprechend den Forschungsanforderungen zu Büroflächen und Labors umgebaut, die bayerische Staatsregierung stellt für die zehn wissenschaftlichen Teilprojekte des EnCN sowie für die Geschäftsstelle insgesamt 50 Millionen Euro in einem Zeitraum von fünf Jahren zur Verfügung.



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