Neuer Einsatzanzug für die Bayerische Polizei

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann stellt innovatives Bekleidungskonzept für Einsatzeinheiten vor: Optimierter Schutz vor gewalttätigen Angriffen durch hochmoderne Materialien und durchdachtes Design. (Foto: bayernpress)
 
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann stellt innovatives Bekleidungskonzept für Einsatzeinheiten vor: Optimierter Schutz vor gewalttätigen Angriffen durch hochmoderne Materialien und durchdachtes Design. (Foto: bayernpress)
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann stellte innovatives Bekleidungskonzept für Einsatzeinheiten vor: Optimierter Schutz vor gewalttätigen Angriffen durch hochmoderne Materialien und durchdachtes Design

NÜRNBERG/REGION (pm/nf) - Rund 2.800 Beamte der Einsatzeinheiten der Bayerischen Polizei bekommen einen völlig neuentwickelten Einsatzanzug mit einer neuen Schlag- und Stichschutzausrüstung. Das sind Polizistinnen und Polizisten der Bayerischen Bereitschaftspolizei und der sogenannten ,,Operativen Ergänzungsdienste" der Polizeipräsidien. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat heute, 9. April 2015, bei der Nürnberger Bereitschaftspolizei das neue Bekleidungskonzept vorgestellt.


Mit hochmodernen Materialien und einem durchdachten Design sind unsere bayerischen Polizisten noch besser vor gewalttätigen Angriffen geschützt", erläuterte Herrmann die Vorzüge. Laut Herrmann wird die Auslieferung an die Beamten noch im April weitgehend abgeschlossen sein. Rund 5,5 Millionen Euro kostet die neue Ausstattung für die Einsatzeinheiten der Bayerischen Polizei. ,,Das ist gut investiertes Geld", betonte der Innenminister. ,,Die Gesundheit unserer Polizistinnen und Polizisten hat oberste Priorität."

Nach den Worten Herrmanns wurde der neue Einsatzanzug von Polizeiexperten unter anderem der Bayerischen Bereitschaftspolizei entwickelt. ,,Von der Praxis für die Praxis war unsere Losung." Ein besonderes Augenmerk lag auf einer optimierten Schutzausstattung. ,,Zum Beispiel haben die verwendeten Textilien eine besondere flammhemmende Wirkung", so Herrmann. Zusammen mit einer darauf abgestimmten Unterbekleidung soll dies im Einsatz Verbrennungen verhindern. ,,Auch haben wir darauf geachtet, die Schlag- und Stichschutzausstattung zu verbessern, ohne die Einsatzkräfte dabei zu martialisch wirken zu lassen", so der Innenminister weiter. Daher werde die Schutzausstattung teilweise auch unter der Bekleidung getragen. ,,Insgesamt bietet unser innovativer Einsatzanzug, in den wir viel Wissen und Erfahrung investiert haben, einen bestmöglichen Schutz", ist Herrmann überzeugt.

Wie wichtig eine hochwertige Schutzausstattung ist, haben laut Herrmann zuletzt die massiven Ausschreitungen Mitte März diesen Jahres bei der Eröffnung des neuen Gebäudes der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main gezeigt. Auch bei den massiven Ausschreitungen rund um das linke Kulturzentrum 'Rote Flora' in Hamburg Ende 2013 war die Polizei mit einem erschreckenden Ausmaß an Brutalität und Zerstörungswut konfrontiert. Dabei nahmen die Randalierer keinerlei Rücksicht: Es flogen Flaschen, Pflastersteine und Böller gegen die eingesetzten Polizisten. Auch bayerische Einsatzeinheiten waren zur Unterstützung der Hamburger Kollegen vor Ort. 67 bayerische Beamte wurden dabei zum Teil schwer verletzt.

Die Hamburger Ausschreitungen waren für Herrmann der Anlass, das völlig neue Bekleidungskonzept für die Einsatzeinheiten der Bayerischen Polizei entwickeln zu lassen. Der Innenminister dankte den Abgeordneten im Bayerischen Landtag und vor allem den Mitgliedern des Haushaltsausschusses für die breite Unterstützung, damit die benötigten 5,5 Millionen Euro auf Antrag der CSU-Landtagsfraktion im Nachtragshaushalt 2014 zur Verfügung gestellt werden konnten.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.