Neuer S-Bahn-Halt in Erlangen

Staatsminister Joachim Herrmann, Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik, Klaus-Dieter Josel (Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für den Freistaat Bayern) und Anja Steidl (Geschäftsleiterin Marketing bei der DB Regio Franken / v.l.n.r.) gut gelaunt vor ...

ERLANGEN (pm/rr) - Erlangen hat einen neuen S-Bahnhof. Ab dem Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag, 13. Dezember, hält die S-Bahn Linie 1 auch in der Paul-Gossen-Straße. Eine Woche vor Inbetriebnahme wurde der Haltepunkt eingeweiht.


Gemeinsam gaben Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für den Freistaat Bayern, Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Inneren, für Bau und Verkehr, sowie Florian Janik, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, die Station symbolisch für den Bahnverkehr frei – bei der Gelegenheit wurde auch noch ein neuer S-Bahn-Zug auf den Namen der Stadt Erlangen getrauft. „Das ist ein weiterer wichtiger Meilenstein beim Ausbau des Nürnberger S-Bahnnetzes“, freute sich Herrmann. „Nürnberg, Fürth und Bamberg sind jetzt für die Fahrgäste aus dem Bereich der Paul-Gossen-Straße besser und direkter erreichbar.“ Umgekehrt könnten die Mitarbeiter der Polizeiinspektion Erlangen und tausende Siemens-Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze sowie viele Studenten das Uni-Südgelände besser erreichen.

Freistaat fördert mit 73 Millionen Euro

Auch der geplante neue Siemens Campus Erlangen werde von dem neuen Haltepunkt profitieren, ist sich Herrmann sicher. „Derzeit prüfen wir, wie der Siemens Campus optimal an den neuen Haltepunkt angebunden werden kann.“ Für den Minister spielt der Ausbau des S-Bahn-Netzes in der Metropolregion Nürnberg eine entscheidende Rolle zur Steigerung der Leistungsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Mittelfranken. So schreite der Ausbau der Linie S1, die das höchste Fahrgastaufkommen habe, mit großen Schritten voran. Im Abschnitt Eltersdorf – Erlangen startet laut Herrmann der viergleisige Betrieb bis zum Dezember 2016 und bis Forchheim voraussichtlich Ende 2018. „Die S-Bahn-Maßnahme Nürnberg – Forchheim – Bam­berg fördern wir als Freistaat mit rund 73 Millionen Euro“, ergänzte der Minister.

Mit dem vierten S-Bahn-Haltepunkt in Erlangen entstand eine neue Nahverkehrsverknüpfung mit der ebenfalls neu gebauten vierstreifigen Straßenbrücke über den Gleisen mit breiten Fahrradwegen und Bushaltepunkten; über Treppen und Aufzug sind diese mit dem Bahnsteig verbunden. Auch das Busnetz in der Stadt wurde auf den neuen Bahnhof ausgerichtet, betonte Oberbürgermeister Florian Janik und wies darauf hin, dass man den Bürgern eine Alternative zum Auto bieten müsse, um den Individualverkehr zurückzudrängen.

Von Montag bis Freitag halten insgesamt 39 S-Bahnen je Fahrtrichtung am neuen Haltepunkt. An Samstagen sind es 35 und an Sonntagen 34 S-Bahnen, die dann die Station je Fahrtrichtung bedienen. Die erste S-Bahn in Richtung Nürnberg verkehrt Montag bis Freitag bereits um 4.47 Uhr, in Richtung Bamberg um 5.11 Uhr. Die letzten S-Bahnen verlassen den neuen Halt Paul-Gossen-Straße an Wochentagen um 1.11 Uhr in Richtung Bamberg und um 1.05 Uhr in Richtung Nürnberg Hauptbahnhof.
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