Nichts an SCHWUNG verloren

Schwabacher Unternehmens-Gründerzentrum feiert sein zehnjähriges Bestehen.

SCHWBACH - Herzlichen Glückwunsch: Das Schwabacher Unternehmens-Gründerzentrum SCHWUNG auf dem ehemaligen Kasernengelände hat sein zehnjähriges Bestehen mit viel Prominenz aus Wirtschaft, Politik und Kultur gefeiert.



Alfred Dornisch (l.) befragt Brigitte Katzenberger-Müller (PS Hauswirtschaftszentrum), Gerhard Dorner (nasdo AG), Marcus Hübner und Joachim Meinhardt (Genesis Umwelt Consult GmbH) und Marco Rizzoli (BOS Franken Security GmbH (v.l.) nach ihren Erfahrungen mit der Selbstständigkeit. Foto: Schlampp


Dabei konnte Geschäftsführer Alfred Dornisch eine überaus positive Bilanz ziehen. So seien in den letzten zehn Jahren 286 Arbeitsplätze geschaffen, 55 Ausgründungen verzeichnet sowie ein Gesamtumsatz von über 60 Millionen Euro erreicht worden, so Dornisch. Oberbürgermeister Matthias Thürauf würdigte in seiner Rede das Engagement des damaligen Staatssekretärs Karl Freller. Er habe das Projekt in zähem Ringen mit der Staatsregierung gegen die Konkurrenz aus Roth nach Schwabach geholt. Und es hat sich ausgezahlt: "Die SCHWUNG-Kinder beleben die Wirtschaft", so Alfred Dornisch, der seit langem Sprecher der Bayerischen Gründerzentren ist. Unter dem launischen Titel "Selbstständigkeit - Krone des Arbeitslebens oder selbst gewählte Knechtschaft?" war der Geschäftsführer von ExperConsult nach Schwabach gekommen, um in seinem Festvortrag "Tacheles" zu reden.
Wer Angst vor dem Risiko und kein Eingenkapital habe, so Jörg Lennardt, sollte die Finger von einer Geschäftsgründung lassen. Viele Neulinge seien erst einmal ernüchtert, dass ihr Einkommen in den ersten Jahren oftmals unterhalb des Durchschinttswertes der bundesdeutschen Angestellten mit ähnlicher Qualifikation liege. Doch wer durchhalte, dürfe häufig auch die Erfahrung machen, dass sich der ganze Aufwand irgendwann auszahle. Deutliche Kritik übte Lennardt am bundesdeutschen Schulsystem, in dem das Thema Existenzgründung so gut wie nicht behandelt werde. In einer abschließenden Fragestunde hatte Alfred Dornisch fünf SCHWUNG-Existenzgründer der ersten Stunde eingeladen. Auf seine Frage, ob sie gerne mit einem Angestellten tauschen möchten, kam dann doch oft die ehrliche Antwort "ja". Vor allem die ausufernde Bürokratie wurde als Hemmschuh genannt.
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