Nürnberg glänzt in vielen Bereichen

Wichtiges "Drehkreuz" für die Herstellung und den Ausbau wirtschaftlicher Kontakte ist das Nürnberger Messezentrum. Foto: oh

Die Noris konnte ihre wirtschaftliche Stellung behaupten

NÜRNBERG - Im Wettbewerb der großen deutschen Wirtschaftsstandorte hat Nürnberg seine Stellung in den vergangenen beiden Jahren behauptet. Das ist die Kernbotschaft des Wirtschaftsberichts 2012, den Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas vorstellte. Mit mehr als 275.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen steigt demnach die Zahl der Beschäftigten weiter an – eine ähnliche hohe Beschäftigtenzahl gab es seit 15 Jahren nicht mehr. Die Arbeitslosigkeit im Stadtgebiet liegt derzeit auf dem niedrigsten Stand seit 18 Jahren.

Der Anteil der High-Tech-Branchen ist weiter gestiegen und erreicht in der Industrie mittlerweile 66,4 Prozent. Damit liegt Nürnbergs Anteil an wissensintensiven Industrien deutlich über dem Durchschnitt der anderen großen deutschen Städte. Nürnberg trägt das Gütezeichen „High-Tech-Standort“ zu Recht. Mit neuen Forschungseinrichtungen wie dem Energie Campus Nürnberg, dem E-Drive-Center, der Logistik-Service-Factory oder dem Anwendungszentrum für „Embedded Systems“ und einer erfolgreichen Clusterförderung in den Bereichen Energie, Elektromobilität, Logistik, Embedded Systems, Mobile Kommunikation, Open Source und Antriebstechnik konnte die Innovationskraft deutlich verbessert werden. 

Alle Potentiale erschließen
Nürnberg ist und bleibt zudem als Messe- und Einkaufsstadt sowie als Reiseziel attraktiv. Der Tourismus verbuchte erstmals mehr als 2,5 Millionen Übernachtungen und übertraf damit nochmals das bestehende Allzeithoch. Doch Nürnbergs Wirtschaftsreferent will sich trotz der guten Zahlen nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Auch im kommenden Jahr visiert Dr. Michael Fraas wichtige Ziele an: „Die Energiewende stellt uns vor große Herausforderungen und bietet aber auch Chancen. Mit dem Energie Campus haben wir die Chance, zu einem der Motoren der energietechnischen Entwicklung und damit der Energiewende zu werden.“ Zudem sollen Innovationen die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der Region sichern, sagt Fraas: „Wir müssen die Hochschul- und Forschungslandschaft weiter ausbauen und neue Forschungseinrichtungen ansiedeln.“ Und auch für die Arbeitskräfte will Fraas Verbesserungen erreichen, zumal der Fachkräftemangel ein Problem ist, mit dem viele Branchen bereits jetzt zu kämpfen haben: „Längst findet zwischen den Wirtschaftsregionen ein Wettbewerb um die besten Köpfe statt. Wir müssen daher besondere Anstrengungen unternehmen, um alle Potentiale zu erschließen. Hierzu gehört die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Weiterbildung und Qualifikation in allen Phasen des Berufslebens, Qualifikationsmaßnahmen für Arbeitslose, die Anerkennung ausländischer Abschlüsse, aber auch Arbeitsmodelle für ältere Menschen.“
 
Der Wirtschaftsbericht 2012 gibt es zum kostenlosen Download auf den Internetseiten der Stadt unter www.wirtschaft.nuernberg.de unter der Rubrik „Publikationen und Downloads“.

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