Nürnberg sagt NEIN zum Antisemitismus - JA zur jüdischen Bevölkerung

Über 2.000 Menschen hatten an der Kundgebung gegen Antisemitismus teilgenommen. (Foto: Robert Hackner, Stadt Nürnberg)

NÜRNBERG (pm/vs) - Großer Erfolg und ein eindrucksvolles Bekenntnis gegen Antisemitismus: Über 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind gestern einem Aufruf eines breiten Aktionsbündnisses gefolgt und haben am Sebalder Platz ihre Solidarität mit der jüdischen Bevölkerung in Deutschland erklärt.

Dabei dankte Rudi Ceslanski, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde in Nürnberg, seinem Freund, Ali-Nihat Koç (Sprecher der muslimischen Begegnungsstätte Medina in Nürnberg), für dessen klare Worte gegen antisemitsches Gedankengut jeder Art. Ceslanski verwies in seiner Rede auf die gemeinsame Geschichte von Juden und Muslimen und einer jahrhundertelangen friedlichen und harmonischen Koexistenz. Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly betonte, dass es notwenig sei, ein klares Signal für das jüdische Leben in Nürnberg zu setzen."Die in Nürnberg lebenden jüdischen Menschen genießen unserern besonderen Schutz und unsere Fürsorge. Sie können sich auf unsere Solidarität verlassen. Sie ist nicht nur notwendig, sie ist unabdingbar". Regionalbischof Stefan Ark Nitsche erinnerte an den Beginn des 1. Weltkrieges vor genau 100 Jahren und das unermessliche Leid mit Millionen von Toten und an die millionenfache Ermordung jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger in den Konzentrationslagern der Hitlerdiktatur: "Die Juden dürfen sich unserer Solidarität sicher sein. Unter uns ist kein Platz für menschenverachtende Parolen. Bei uns ist kein Platz für gewalttätige und hirnverbrannte Sprüche." Der Bayerische Staatsminister Dr. Markus Söder fasste das Gesagte treffend zusammen: "Antisemitismus darf es nie wieder geben in Deutschland. Gegen Rassenhass, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz muss ein Zeichen gesetzt werden. Wehret den Anfängen! Wie wollen ein klares Signal für Zivilcourage geben. Bayern wird alles tun, die jüdischen Mitbürger zu schützen."

Jetzt müssen Taten folgen: Nulltoleranz für antisemitische Ausschreitungen egal von wem. Polizei und Staatsschutz sind aufgefordert, hart durchzugreifen.
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