Offene Wohnform im ersten Fürther Demenz-Zentrum


FÜRTH - Vor wenigen Tagen eröffnete die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Burgfarrnbach das erste Fürther Demenz-Zentrum. Der Erweiterungsbau des Fritz-Rupprecht- Heimes schlägt mit insgesamt 1,4 Millionen Euro zu Buche.

Für Einrichtungsleiter Udo Weißfloch und den AWO-Vorsitzenden Werner Bloß wurde mit der offiziellen Einweihung "ein Traum verwirklicht". Weißfloch verwies in seiner Eröffnungsrede auf die steigende Zahl demenzkranker Menschen und sprach dabei vom "Krankheitsbild der Zukunft".

Mit dem rund 250 Quadratmeter großen Anbau und der knapp 3000 Quadratmeter umfassenden Gartenfläche im Außenbereich wurde das Angebot der Awo enorm erweitert. Bislang gab es in der Burgfarrnbacher Senioreneinrichtung eine Tagesbetreuung für 20 Männer und Frauen mit Gedächtnisstörungen. Nunmehr werden dort 56 Personen betreut, das Angebot, so die Fürther Awo, sei "einzigartig in Nordbayern".


Das AWO-Demenzzentrum besticht vor allem durch seine große Offenheit. Foto: oh


Hell und großzügig präsentiert sich das neue Demenzzentrum und bietet den Betroffenen viel Bewegungsfreiheit. Hier wird niemand weggesperrt oder gar am Bett fixiert, die Bewohner sollen ihre Selbstständigkeit behalten.

Der beschützende Wohnbereich wurde zu einer offenen Wohnform mit Wohnküche und Gemeinschaftsräumen umgewandelt, aber auch Ruheräume sind vorhanden. Betreut werden die Demenzkranken vom speziell ausgebildeten Personal und zusätzlichen Betreuungsassistenten. Oberbürgermeister Thomas Jung zeigte sich beim Rundgang begeistert und bescheinigte der AWO "einmal mehr sichtbar Neues" geleistet zu haben.
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