Oscar Preisträgerin Vanessa Redgrave besucht Clearingstelle der Rummelsberger Diakonie

Im Umfeld des Menschenrechtsfilmfestivals in Nürnberg besuchte Schauspielerin Vanessa Redgrave eine Clearingstelle der Rummelsberger Diakonie in Nürnberg. Mit dabei war ihr Sohn Carlo Nero (ganz hinten) sowie Filmfestival-Leiterin Andrea Kuhn (l.) (Foto: Thorsten Heuser)

NÜRNBERG (pm/nf) - Die britische Schauspielerin und Oscarpreisträgerin Vanessa Redgrave (1978 Oscar als beste Nebendarstellerin für Fred Zinnemanns ,,Julia") präsentierte zur Eröffnung des 10. Filmfestivals für Menschenrechte in Nürnberg ihr Regie- Debüt „Sea Sorrow“. In dem Filmessay verwebt Redgrave ihre eigene Fluchtgeschichte als Kind im Zweiten Weltkrieg mit der Situation von Flüchtlingen von heute. Das Thema Flucht und Geflüchtete liegt der engagierten Schauspielerin sehr am Herzen, deshalb nutzte sie Ihren Besuch in Nürnberg und besuchte eine Clearingstelle für unbegleitete minderjährige Ausländer der Rummelsberger Diakonie in der Juvenellstraße.

Vanessa Redgrave sprach mit den Jugendlichen der Einrichtung, die gerade Deutschunterricht hatten, und wünschte ihnen alles Gute für ihre Zukunft - insbesondere „eine gute Bildung, Ausbildung und ein gutes Leben“. Bei den Mitarbeitenden erkundigte sie sich nach den Inhalten ihrer Arbeit und betonte, wie wichtig es sei, den jungen Flüchtlingen Sicherheit und ein Zuhause zu geben.
Eine Stunde nahm sich die 80-Jährige Zeit für die jungen Schutzsuchenden und Mitarbeitenden der Clearingstelle, begleitet von ihrem Sohn Carlo Nero und Festival-Leiterin Andrea Kuhn. „Flüchtlingsarbeit liegt mir sehr am Herzen“, so Redgrave. Deshalb unterstütze sie Organisationen, die sich für Familienzusammenführungen in Europa einsetzen.

Familienzusammenführungen für Geflüchtete führt auch die Rummelsberger Diakonie seit über zehn Jahren durch, im Psychosozialen Zentrum in Nürnberg. Bei Ihrer Eröffnungsrede zum Menschenrechtsfilmfestival am Abend bezog sich Redgrave noch einmal auf den vorangegangenen Besuch, der sie sehr beeindruckt habe: „Ich habe heute mit jungen Flüchtlingen und Mitarbeitenden einer lutherischen Einrichtung in Nürnberg gesprochen und sie erzählten mir, dass im Bundesland Bayern afghanische Asylsuchende abgeschoben werden.“ Das sei furchtbar und hätte sie das gewusst, hätte sie das Thema bei ihrem Besuch im Bundesamt für Migration am Tag zuvor thematisiert.
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