Otto-Wels-Preis für Demokratie geht an junge Nürnbergerinnen

Verleihung des Otto-Wels-Preises für Demokratie an junge Nürnberginnen: (v.l.) Iris Berben, Martin Burkert, MdB, Gabriela Heinrich, MdB, Luisa Heine, Franca Bauernfeind, Sophia Deininger, Vera Schiller und Martina Stamm-Fibich, MdB. (Foto: oh/Henning Schacht)
NÜRNBERG (nf) - In diesem Jahr vergab die SPD-Bundestagsfraktion den Otto-Wels-Preis für Demokratie zum dritten Mal. Jugendliche und junge Erwachsene waren hierfür aufgerufen, sich kreativ mit den Themen „Freundschaft und Verantwortung“ in den israelisch-deutschen Beziehungen auseinanderzusetzen. Laudatorin war die Schauspielerin Iris Berben, die sich seit mehr als 35 Jahren für die deutsch-israelische Freundschaft und gegen das Vergessen des Holocausts engagiert.

Die diesjährigen Preisträger wurden im Rahmen des Frühjahrsempfangs der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin geehrt. Unter Ihnen auch Franca Bauernfeind (16), Sophia Deininger (16),und Luisa Heine (17) aus Nürnberg. „Wir gratulieren Franca, Sophia und Luisa sowie allen anderen Gewinnerinnen und Gewinnern sehr herzlich zu diesem hochverdienten Preis. Ein solches Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Festigung der israelisch-deutschen Beziehungen und zeugt zudem von großem, persönlichem Engagement“, erklärten Martin Burkert und Gabriela Heinrich.

Die drei Schulfreundinnen bearbeiteten das ausgeschriebene Thema „Kampagne“, mit der deutschen Jugendlichen die israelische Kultur näher gebracht werden soll. Heraus kam ein Film, der in kraftvollen Bildern die Eindrücke eines Schulaustauschs in Israel widergibt. Ergänzt wird der Beitrag durch kurze Interviews mit den Schülerinnen und einem Plakat, das mit Fotos und Kommentaren ihre persönlichen Eindrücke widerspiegelt.

Hintergrund: Otto Wels

Im Jahr 1933 begründete der damalige SPD-Parteivorsitzende Otto Wels in einer mutigen Rede vor dem Deutschen Reichstag die Ablehnung des so genannten Ermächtigungsgesetzes der Nationalsozialisten durch die sozialdemokratische Reichstagsfraktion. Mit dem Gesetz entmachtete Hitler damals das Parlament und hebelte die Demokratie in Deutschland aus. Die sozialdemokratische Fraktion stimmte als einzige gegen das Gesetz.
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