Polizei warnt vor falschen Software-Mitarbeitern

Vorsicht vor der neuesten Masche: Geben Sie niemals Passwörter oder persönliche Daten heraus! (Foto: Fotolia)

REGION (ots/nf) - Am vergangenen Dienstag (28.01.2014) rief ein
bislang Unbekannter bei einem Mann in Sachsen bei Ansbach an und gab
vor, dass dessen Computer defekt sei. Anschließend forderte er für
seine "Dienstleistung" Geld. Vorgestern Nachmittag erhielt der Rentner von dem Gesuchten einen unaufgeforderten Telefonanruf. Hierbei gab sich der Täter als Mitarbeiter eines namhaften Betriebssystemherstellers aus. Angeblich
sei dem Unternehmen mit Sitz in den USA der PC aus Westmittelfranken
aufgefallen.

Dieser müsse nun unbedingt gewartet werden. Hierzu leitete der Englisch sprechende Mann den Computerbenutzer mehrmals an, diverse Befehle einzugeben, um so Zugriff auf dessen PC zu erlangen. Durch diese "Fernwartung" wollte er dann das "schadhafte" Gerät reparieren.

So die komplette Kontrolle über den Computer erlangt (der Täter kann dabei auch den Mauszeiger auf dem Bildschirm bewegen), installierte er tatsächlich ein Programm, das jedoch nur dazu diente, den PC für den Nutzer zu sperren und so unbrauchbar zu machen. Den "Reparaturrechnungsbetrag" in Höhe von 99 Euro sollte der Rentner dann via eines Direktbezahlsystems nach Katar überweisen.
Gestern erhielt der Mann aus Sachsen erneut einen Anruf. Hierbei mahnte der Täter den geforderten Geldbetrag an. Als der Angerufene sich weigerte, das Geld zu überweisen, stellte der Anrufer ihn in Aussicht, dass er so nie mehr an seine Daten herankäme.

Die Beamten der Kriminalpolizei Ansbach warnen eindringlich vor
dieser neuen Masche. Erlauben Sie keinen fremden Personen Zugriff auf Ihren Computer zu erlangen. Wenden Sie sich im Zweifelsfall vorher an Ihre Polizei.
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