Probephase: Öffnung des Hauptmarkts für den Radverkehr

Radfahrer dürfen jetzt in einer Probephase offiziell den Hauptmarkt queren. Bei der Gelegenheit fallen unschöne übervolle Mülleimer, verstreuter Abfall und kreuz und quer platzierte Verkaufswagen auf. (Foto: Nicole Fuchsbauer)
NÜRNBERG (pm/nf) - Nach jahrelangen Diskussionen in der Bürgerschaft und zähem Ringen im Stadtrat ist es soweit: Am 15. April 2016 wurde der Hauptmarkt für den Radverkehr freigegeben. Allerdings nur im Abschnitt zwischen der Waaggasse und der sogenannten Brautkehre nördlich der Frauenkirche. Und auch nur probeweise für ein Jahr.

„Denn erst, wenn sich die neue Regelung bewährt hat“, betont Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich, „kann das Ganze zur Dauerlösung werden.“ Zur wissenschaftlichen Begleitung der Probephase wurde die Technische Hochschule Nürnberg Georg-Simon-Ohm eingeschaltet, die bereits im Vorfeld umfangreiche Voruntersuchungen und Unfallauswertungen durchgeführt hat. Die Erhebungen, bei denen auch Befragungen unter Passanten, Radfahrern und Händlern durchgeführt wurden, werden vor Ende des Pilotversuchs wiederholt.

„Die Öffnung des Hauptmarkts für den Radverkehr ist ein weiterer Schritt hin zu unserem Ziel, Nürnberg Zug um Zug fahrradfreundlicher zu gestalten“, sagt Baureferent Ulrich. „Aber eins ist gewiss: Die Probephase wird unter den Augen vieler kritischer Beobachter stattfinden. Deren Bedenken gilt es zu zerstreuen und von einem verträglichen Miteinander der Verkehrsteilnehmer zu überzeugen.“

Die Stadt, die Polizei und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club bitten alle Radfahrenden, sich an die neue Regelung, die Schritttempo für den Radverkehr vorsieht, zu halten und besondere Rücksicht auf Fußgänger zu nehmen.
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